05.04.2020 - 12:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Dienstbetrieb auf jeden Fall sichern

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Auch im Schwandorfer Rathaus wird "entzerrt": Mitarbeiter gehen ins Homeoffice, ändern Arbeitszeiten. Termine gibt's nur noch per Telefon.

Auch die Arbeitsroutine im Schwandorfer Rathaus musste wegen Corona geändert werden.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Auch im Rathaus müssen sich die Mitarbeiter an die Regeln halten. Einige haben ihren Arbeitsplatz ins Home-Office verlegt, wie Pressesprecher Roland Kittel auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien erläutert.

"Aktuell arbeiten unsere fünf Mitarbeiter aus dem Sachgebiet TuI im Homeoffice", so Kittel. Das Kürzel steht für "Technikunterstützte Informationsverarbeitung und Digitalisierung". "Das sind unsere Technikjungs," so Kittel, organisatorisch dem Amt "Büro des Oberbürgermeisters" zugeordnet.

"Sie haben sich in zwei Gruppen (2/3) aufgeteilt und wechseln wochenweise zwischen Home-Office und Präsenz am Arbeitsplatz." Hier sei es den Kollegen wichtig, dass sie so einen reibungslosen Ablauf der IT im Rathaus sicherstellen können.

Für weitere acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden laut Kittel ebenfalls entsprechende Arbeitsplätze eingerichtet. Diese arbeiten in unterschiedlichen Modellen, zum Teil tageweise, zum Teil auch durchgehend bis zum Ende des "Ausnahmezustandes". Hierfür gebe es verschiedene Gründe, so der Pressesprecher: Sei es, dass der Dienstbetrieb selbst bei Ausfall eines Mitarbeiters noch weiterlaufen kann oder dass Familienangehörige zur Risikogruppe gehören und diese nicht gefährdet werden sollen. Auch die Kinderbetreuung soll so gesichert, oder gegebenenfalls Anfahrtswege mit öffentlichen Verkehrsmitteln vermieden werden.

"Insgesamt merken wir auch intern eine große Entzerrung im Rathaus", meint stellvertretender Pressesprecher Roland Kittel. Vieles werde nicht mehr im persönlichen Gespräch, sondern über das Telefon geregelt. "Auch diverse Maßnahmen zur Vermeidung von engeren Mitarbeiterkontakten (in der Teeküche, am Kopierer) sind getroffen und funktionieren gut, weil sich die Kollegen sehr diszipliniert verhalten." Bei notwendigen Besprechungsterminen halten die Teilnehmer großen Abstand zueinander.

Der freie Parteiverkehr ist bereits seit Anfang der vorvergangenen Woche eingestellt. "Persönliche Termine finden nur mehr im Ausnahmefall und nach Vereinbarung statt oder werden wenn möglich geschoben", so der Pressesprecher. Für die Mitarbeiter ist nur noch der Haupteingang geöffnet, um alle Kollegen an der Handdesinfektionsstation vorbei zu schleusen. "Auch das funktioniert bestens," teilt Kittel auf Nachfrage mit.

Hintergrund:

Auslegungen laufen digital

Die "öffentliche Auslegung", etwa von Bebauungsplänen im laufenden Verfahren, ist gesetzlich vorgeschrieben und soll nach Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr auch bis auf Weiteres vollzogen werden, allerdings unter Beachtung der derzeit geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen. Das teilte der Pressesprecher des Rathauses, Roland Kittel, auf Nachfrage mit.

Seit dem Jahr 2017 werden in Schwandorf bereits alle Bebauungspläne während des Auslegungszeitraums zusätzlich zur Auslegung in Papierform gleichzeitig auch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Der Bürger hat somit die Möglichkeit der Einsichtnahme, kann sämtliche Unterlagen als PDF-Dokumente herunterladen und auch seine Stellungnahme per E-Mail abgeben. In den jeweiligen Bekanntmachungen wird ausdrücklich auf diese Möglichkeit hingewiesen. "Für mögliche Rückfragen zu den Planinhalten soll nach Möglichkeit das Telefon oder E-Mail genutzt werden", sagt Kittel. Für den Fall, dass ein Bürger dennoch auf der Einsichtnahme im Rathaus bestehe, werde die Verwaltung (nach telefonischer Terminvereinbarung) die Unterlagen in einem separaten Raum zugänglich machen. Die konkrete Ausgestaltung dieses Verfahrens werde in den nächsten Wochen festgelegt und veröffentlicht.

Eine öffentliche Auslegung von derzeit im Verfahren befindlichen Bebauungsplänen ist laut Kittel frühestens in der zweiten oder dritten Maiwoche zu erwarten, nachdem der Planungsausschuss am 29. April in der Oberpfalzhalle tagen soll. "In diesem Zusammenhang werden wir dann auch entscheiden, ob die übliche Auslegungsfrist von mindestens 30 Tagen gegebenenfalls zu verlängern ist", sagte Kittel. (ch)

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