23.01.2020 - 14:26 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Einsatz für bürgernahe Politik

"Die Stadt gestalten, die Stadt verwalten". Unter diesem Motto treten die Freien Wähler zu den Kommunalwahlen an. Ihr gemeinsames Ziel: Aufwertung des Erscheinungsbildes der Stadt.

Beim Wahlkampfauftakt der Freien Wähler formulierten Sebastian Behr, Stefanie Wack, Markus Zeug, Christian Schediwy, Daniel Winkler, Julian Jäger, Florian Spiegler, Philipp Weinzierl, Thomas Kainz, Ferdi Eraslan, Wolfgang Seefeld, Dieter Hagen, Florian Buchfink, Karl-Heinz Saur und Ingeborg Jäger (von links) ihre Ziele.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Beim Wahlkampfauftakt im Konrad-Max-Kunz-Saal der Oberpfalzhalle versprachen die Stadtratskandidaten der Freien Wähler eine "bürgernahe und transparente Politik". Oberbürgermeisterkandidat Ferdi Eraslan will die Stellschrauben bei den Flächennutzungsplänen neu justieren, um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und Fachgeschäften zu erleichtern.

Der amtierende Stadtrat spricht sich für eine Fußgängerzone in der Friedrich-Ebert-Straße aus, möchte die Pläne für eine Globus-Spange wiederbeleben und setzt sich zur Entzerrung des innerstädtischen Verkehrs für eine weitere Autobahnausfahrt zwischen den Anschlussstellen Schwandorf Mitte und Süd ein.

Karl-Heinz Saur vermisst in Schwandorf eine Wohnungsbaugesellschaft zur Errichtung von bezahlbarem Wohnraum. Er möchte im Wahlkampf die Schwerpunktthemen Klimaschutz, Barrierefreiheit und Stärkung des Ehrenamtes besetzen. Stefanie Wack will in der Stadt Mooswände platzieren, die Feinstaub filtern und im Sommer für angenehme Temperaturen sorgen.

Julian Jäger setzt sich für die Belebung des Sepp-Simon-Stadions ein. "Wenn die Schaufensterlichter ausgehen, wird es in der Innenstadt stockfinster", kritisiert Florian Spiegler. Schuld daran seien ungenügend leuchtende Straßenlaternen. Eine bessere Ausleuchtung der neuralgischen Punkte würde die Sicherheit erhöhen.

Philipp Weinzierl spricht sich für eine Reduzierung der Stadtbuslinien und den Einsatz kleinerer Busse aus. Die Abschaffung der Straßenreinigungsgebühren ist eine weitere Forderung des 60-jährigen. Rollstuhlfahrer Thomas Kainz sieht erhebliche Defizite bei der Barrierefreiheit. Markus Zeug will "Schwandorfer gerechter machen" und die Straßenerschließungsbeiträge generell erlassen. Die Sicherheit in der Stadt und vor allem im Stadtpark thematisierte Sebastian Behr.

Christian Schediwy betreut beruflich Menschen mit Handicap und sieht deren Teilhabe als wichtige Inklusionsaufgabe. Tobias Buchfink rührt die Werbetrommel für ein Ganzjahresbad. Als junger Familienvater interessiert Daniel Winkler die Kinderbetreuung. Das Gleiche gilt für Ingeborg Jäger, die sich für eine zentrale Vergabe der Krippen- und Kindergartenplätze durch die Stadt ausspricht. Wolfgang Seefeld setzt sich für behinderte Menschen ein.

"Mit einem Altersdurchschnitt von 36 Jahren stellen wir die jüngste Liste", versicherte Oberbürgermeister-Kandidat Ferdi Eraslan. Der im türkischen Ladik geborene Facharbeiter kam als Kind nach Schwandorf und habe hier die Chance für einen beruflichen Aufstieg bekommen. "Dafür möchte ich der Stadt etwas zurückgeben", gibt er zu verstehen.

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