Schwandorf
23.02.2026 - 13:31 Uhr

Equal Pay Day 2026: Lohnlücke bleibt konstant

Der Equal Pay Day 2026 macht auf die unveränderte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam. In Deutschland beträgt der Unterschied laut Statistischem Bundesamt 16 Prozent. Woran liegt das?

Die beiden Initiatorinnen Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragte in Landkreis Schwandorf (links) und Christina Süß, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf (rechts). Bild: Eva Plößner, Agentur für Arbeit Schwandorf
Die beiden Initiatorinnen Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragte in Landkreis Schwandorf (links) und Christina Süß, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf (rechts).

Männer und Frauen sollen für gleiche und gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn erhalten. In Deutschland allerdings beträgt die Lohnlücke bei Männern und Frauen laut Statistischem Bundesamt 16 Prozent. Darüber informiert die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung. Den diesjährigen Equal Pay Day nehmen die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, Christina Süß, und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schwandorf, Helga Forster, zum Anlass, um auf die bestehende Lohnlücke hinzuweisen.

Der diesjährige Equal Pay Day ist am 27. Februar. Dieser Tag markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der in Deutschland wie bereits im Vorjahr 16 Prozent beträgt. Auf ein Kalenderjahr umgerechnet ergeben sich daraus 58 Tage, also 16 Prozent von 365 Tagen, an denen Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen im Vergleich zu Männern. Das bedeutet auch, Frauen haben in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten Frauen im Jahr 2025 mit 22,81 Euro einen um 4,24 Euro geringeren durchschnittlichen Bruttostundenverdienst als Männer mit 27,05 Euro.

Dies hat verschiedene Gründe. „Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, weil sie nach wie vor mehr unbezahlte Sorgearbeit übernehmen als Männer und Teilzeitarbeit geht zumeist mit einem geringeren Stundenlohn einher,“ erläutert Christina Süß, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf. „Darüber hinaus werden Berufe und Branchen, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, oft schlechter bezahlt als Berufe, die üblicherweise von Männern ausgeführt werden. Und Frauen üben deutlich seltener Führungspositionen aus als ihre männlichen Kollegen.“

Werden all diese Unterschiede berücksichtigt, beträgt die Lohnlücke, der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap, weiterhin 6 Prozent. Das wiederum heißt, dass selbst bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie Frauen durchschnittlich 6 Prozent weniger Stundenlohn als Männer erhalten.

Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt der diesjährige Equal Pay Day in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Von erlernten Rollenbildern in der Kindheit und Jugend, über die Berufswahl und die Familiengründung, bis hin zur Rente und der oft damit einhergehenden weiblichen Altersarmut: Anhand der verschiedenen Lebensabschnitte wird deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit erschweren und mit welchen Stellschrauben es gelingen kann, das zu ändern und Equal Pay Realität werden zu lassen – nicht nur punktuell, sondern an jedem Tag.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

 
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