04.03.2019 - 14:28 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Erfolgsgeschichte seit 40 Jahren

Vor 40 Jahren sprangen die Handballer des TSV Schwandorf ein, als ein Veranstalter dem Wirt der Vereinsgaststätte am damaligen Hubmannwöhrl abgesagt hatte. Aus der spontanen Entscheidung von damals ist eine Erfolgsgeschichte geworden.

Die Clowns sorgten mit ihren bunten Kostümen für einen Farbtupfer beim Handballerball in der TSV-Gaststätte.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Handballerball ist in der einstigen Hochburg Schwandorf als einziges Faschingsevent übrig geblieben. TSV-Spartenleiter Willi Schmid gehört zu den Männern der ersten Stunde und begleitet seitdem die Ära der Maskenbälle. Auch am Samstag stand er wieder am Eingang der Sporthalle und begrüßte die Gäste mit einem Stamperl Schnaps. Die Jubiläumsveranstaltung war ausverkauft - wie die vielen Bälle zuvor auch. Nur einmal musste Willi Schmid den Ball absagen. Damals während des Irak-Krieges fiel der Fasching im ganzen Land aus.

Nach dem Abriss der Sportgaststätte auf dem Gelände des heutigen Stadtparks zog der Verein kurzfristig in die Oberpfalzhalle um. Der Kanu-Ball am letzten Faschingswochenende war zur damaligen Zeit der absolute Renner. Mit diesem Termin wollten die TSV-Handballer nie kollidieren. "Wir waren immer eine Woche vorher an der Reihe", erinnert sich Willi Schmid.

Höhepunkt in der Geschichte der Faschingsveranstaltungen war Ende der 1980er Jahre der "Bälle-Ball", ein gemeinsamer Event mit dem benachbarten Tennis-Center, der 1500 Besucher anlockte und damit sogar den legendären Kanu-Ball übertraf. Markenzeichen der "Handballerbälle" waren einst die spektakulären Auftritte der Turner. Heute gehen die Einlagen eher in Richtung "Comedy", wenn die "Alten Herren" und die aktiven Handballer ihre Ballett-Auftritte haben. Zweiter Abteilungsleiter Bernd Burggraf hielt Ausschau nach den schönsten Masken und prämierte sie zu später Stunde. Die Wahl fiel nicht leicht. Da zog sich der Mafia-Boss mit dem Kardinal zurück in die Bar, schwirrten "bunte Vögel" durch den Saal, trieben die Clowns ihre Späße und genossen die Harlekins die Stimmungsmusik der Gruppe "Jack Point", die der Veranstalter zum zweiten Mal engagiert hatte.

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