Mit der Freigabe des Astrazeneca-Vakzins nehmen die Impfungen im Impfzentrum am Wochenende wieder richtig Fahrt auf. Die vor Corona schützenden Astrazeneca-Spritzen werden ab Sonntag verabreicht, teilt Hannes Herbst vom Impfzentrum-Betreiber BAD auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Freitag mit.
Außerdem sollen bereits in der kommenden Woche Hausärzte in die Impfkampagne eingebunden werden. Ein Team des Impfzentrums fährt die jeweiligen Praxen im Landkreis an "und der niedergelassene Arzt vor Ort ist der Impfarzt", erklärt Hannes Herbst. Nach den Worten von Manuel Lischka, stellvertretender Sprecher des Landratsamtes und einer der Landkreis-Koordinatoren für das Impfzentrum, sind knapp 2500 Dosen Astrazeneca-Impfstoff auf Lager und können eingesetzt werden. Der Vorrat sei deshalb aufgelaufen, weil eine Lieferung am Dienstag nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden konnte, nachdem Astrazeneca vorübergehend aus dem Verkehr gezogen worden war. Lischka geht davon aus, dass die für den 19. März avisierten Dosen von Astrazeneca am kommenden Dienstag nachgeliefert werden.
Die Impf-Personen werden über die erweiterten Nebenwirkungen des Astrazeneca-Vakzins aufgeklärt. Das werde so lange auf dem Anamnese-Bogen handschriftlich ergänzt, bis es neue erweiterte Formulare dafür gebe. Die Priorisierungsgruppe 1, die über 80-Jährigen, sei im Impfzentrum im ehemaligen Nabburger Krankenhaus "ziemlich durch, aber nicht vollständig". Manuel Lischka ist aber zuversichtlich, dass das vorgegebene Ziel die Gruppe 1 bis Ende März geimpft zu haben, zu halten sei. Allerdings schränkt er ein, sei das Personal an Schulen, Kinderbetreuungs- und Behinderteneinrichtungen oder sozialpädagogischen Förderzentren, das nachträglich in die Gruppe 1 hoch gestuft worden sei, noch nicht bis zum Ende des ersten Quartals 2021 vollständig immunisiert ist. Um das Impfzentrum für die Senioren frei zu halten, würde dieser Personenkreis von mobilen Teams vor Ort, in Schulen oder Kindergärten zum Beispiel, geimpft.
Dass jemand das Impfzentrum ungeimpft verlassen hat, weil er Astrazeneca partout nicht wollte, ist laut Lischka bisher noch nicht vorgekommen. Nachfragen seien im Vorfeld eines Impftermins allerdings eingegangen. Lischka betont: "Es gibt keine Wahlfreiheit beim Impfstoff." Verimpft werden, sofern vorrätig, seit Freitag wieder Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.















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