Immer am Tag vor dem "Heiligen Abend" traf sich Mike Schulz mit seinen Freunden, die es in die Welt hinaus verschlagen hatte und die an Weihnachten nach Hause kamen. Aus dem Treffen wurde Kult und schließlich das musikalisch-besinnliche Kabarett "Der 23ste". 32 Jahre nach der Premiere standen die Akteure wieder auf der Bühne der Fronberger Brauereiwirtschaft. Das Duo "Schaumberger & Schulz" bürgt für Qualität. Fünf Jahre waren seit ihrem letzten Auftritt vergangen. Da wurde es Zeit für ein neues Programm. Nonverbal und langatmig war der Einstieg. Mike und Andy kommunizierten über "WhatsApp" miteinander und ließen die Zuhörer per Bildschirmübertragung an der Konversation teilhaben. Auch mit ihrem Fake-News-Quiz lagen die beiden voll im Trend.
Das Ensemble hatte sich wesentlich verjüngt. "Zumindest auf der Seite vom Andy", scherzte Mike Schulz. Neben Andreas Schaumberger hatte das Streichquartett mit Carolin Sax (1. Geige), Severin Huf (2. Geige), Nadine Graf (Bratsche) und Hannah von Glasow (Cello) sowie die Saxophonistin Franziska Barth Platz genommen. Bei Mike Schulz dagegen saßen die langjährigen musikalischen Weggefährten Rupert Pröll (Bass) und Werner Krämer (Gitarre). Das Mischpult bedienten Ludwig Römer und Gerhard Meier.
Mit dem Rad fährt Andreas Schaumberger zur Arbeit nach Schwarzenfeld. Vorbei an der Gänseherde in Deiselkühn. Als die Gänse immer weniger wurden, wusste er: "Jetzt ist Weihnachten da". Bevor die Musiker loslegten, richteten sie ein Getränke-Förderband von der Theke zur Bühne ein. Denn der Saal war so voll, dass es für die Bedienungen kaum ein Durchkommen gab. Der besondere Gruß in "Bavarian-English" galt Andreas Götz, der mit seiner Verlobten Anna Manuson aus Neuseeland angereist war. Mike widmete seinem verstorbenen Vater ein Lied mit Erinnerungen und offenen Fragen. Andy dagegen hält Zwiesprache mit dem Kanarienvogel, den ihm seine Mutter als Vermächtnis hinterlassen hat. Allmählich nähern sich die beiden dem Thema des Abends: "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt". Wunderschön und feierlich ließ das Streichquartett "Stille Nacht, heilige Nacht" erklingen. Zwischen den Weihnachtsmelodien noch ein Stück Satire. Die geplante Wallfahrt nach Rom, dargestellt in einem Film, endet für Mike und Andy bereits in Regensburg.













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