10.01.2020 - 14:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Festliche Klänge in erhabenem Rahmen

Das "Blechbläser-Consort" Regensburg gestaltet in der Klosterkirche Ettmannsdorf ein wunderschönes Weihnachtskonzert. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt, zusätzliche Stühle sind nötig, um alle Besucher unterzubringen.

Das „Blechbläser-Consort“ Regensburg begeisterte die Zuhörer bei seinem Konzert in der Klosterkirche.
von Reinhold TietzProfil

Das Motto des Konzerts lautete "What Child is This?" - und die Musik brachte die Besonderheit des Jesuskindes bestens zum Ausdruck.

So begann die Vortragsfolge mit einem Arrangement aus der 1. Orgelsonate d-Moll op. 42 von Félix Alexandre Guilmant (1837-1911). In "Introduction et Allegro" unterstützten die Trompeten von Oswin Buchmann, Christine Hartmann und Hans Pritschet - der auch die Gesamtleitung innehatte - sowie die Posaunen von Martin Meier und Gerd Storre wie auch die Tuba von Bernhard Mitko den Organisten Andreas Merl mit schwungvollen Bläserklängen.

Hier wie auch in den anderen arrangierten Stücken klappte das Zusammenspiel von Orgel und Blechbläsern tadellos. Von Cesario Gussago (1550-1612) folgte die "Sonata Quarta Decima à 6", welche die Bläser in schönem Zusammenklang darboten. Getragene Klangfolgen der Bläser prägten das "Agnus Dei" aus der Missa Solemnis von Michael Haller (1840-1915). Fast tänzerisch erklangen dagegen schwungvoll die Bläser im "Trumpet Voluntary" von Jeremiah Clarke. Dann war Andreas Merl dran: Er improvisierte über ein gregorianisches Thema und zeigte die enormen Klangmöglichkeiten der Kirchenorgel in seinem abwechslungsreichen Spiel auf.

Die Bläser setzten fort und interpretierten "Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten" aus der Kantate Nr. 78 "Jesu, der du meine Seele" von Johann Sebastian Bach (1685-1750) mit flotten Klängen, fein aufeinander abgestimmt. "Maria durch ein Dornwald ging": Diese große Melodie gestaltete Christine Hartmann zuerst allein, dann wechselten sich ihre Mitspieler in der Themadarstellung ab. Allen gelangen ergreifende Tonfolgen. Und wieder ein Werk von Guilmant: "Paraphrase sur un Choeur de Judas Macchabée de Händel" ertönte freudevoll kräftig. Über das Weihnachtslied "Oh du fröhliche" improvisierte Andreas Merl anschließend mächtig auf der Orgel. Zusammen mit dem Kircheninstrument spielten die Bläser daraufhin "What Child is This" mit großer Melodiegestaltung.

Es folgte "I will Follow him" aus "Sister Act", was die Bläser ohne Orgel gestalteten. Nach langsamem Beginn schloss sich eine feurig gespielte schnelle Episode an. Ganz anders erklang "A merry little Christmas" von Hugh Martin/Ralph Blane in feierlich getragenem Bläserspiel. Heftig dagegen ertönte in schnellen Tonfolgen "Santa Claus is coming in Town" von Haven Gillespie/Fred Coots in rhythmisch abwechslungsreicher Gestaltung.

Von Daniel Kantor (*1960) schloss sich "Night of Silence" an, in ruhevollen Klängen wird choralartig die "Stille Nacht" vorgetragen. Und schon kam das letzte Vortragsstück: "Good King Wenceslas" bot den Bläsern noch einmal die Möglichkeit, ihre Klangfülle zusammen mit der Orgel einzusetzen. Zwei festliche Zugaben, und ein schönes musikalisches den Sinn berührendes Erlebnis war zu Ende.

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