Schwandorf
03.02.2023 - 14:50 Uhr

Feuerwehren im Landkreis Schwandorf wegen Wintereinbruch im Dauereinsatz

Am Donnerstagnachmittag war noch von rund 40 Einsätzen der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf wegen des Wintereinbruchs die Rede. Einen Tag später zeigt sich: Die Zahl stieg im weiteren Tagesverlauf noch deutlich an.

224 Einsätze hatten die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf wegen des Wintereinbruchs am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag zu meistern. Symbolbild: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild
224 Einsätze hatten die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf wegen des Wintereinbruchs am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag zu meistern.

Der Wintereinbruch mit Schneefällen und Wind sorgte am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Landkreis Schwandorf. Konkret: "Im Zeitraum vom 2. Februar 2023, 0 Uhr, bis Freitag, 3. Februar 2023, um 7 Uhr wurden über 200 Einsatzstellen durch die örtlichen Einheiten abgearbeitet", teilt Feuerwehr-Sprecher Hans-Jürgen Schlosser am Freitagnachmittag mit.

Besonderes betroffen war laut Mitteilung der südöstliche Landkreis Schwandorf um die Kommunen Neunburg vorm Wald, Schwarzach, Schwandorf, Steinberg am See, Neukirchen-Balbini, Bruck, Nittenau und das Städtedreieck. Gerade hier habe sich wieder gezeigt, welch wichtigen Stellenwert die Ortsfeuerwehren in einer solchen Situation haben, betont Kreisbrandrat Christian Demleitner.

Insgesamt wurden laut Schlosser 224 Einheiten aus dem Landkreis Schwandorf zu Hilfeleistungen alarmiert. In der Gesamtübersicht ergibt dies folgende Einsatzzahlen: ein Brandeinsatz, sechs technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, drei First-Responder-Einsätze sowie 200 „Schnee-Einsätze“. Darunter fallen umgeknickte Bäume, auf Fahrbahn ragende Bäume oder Verkehrslenkungsmaßnahmen durch die Feuerwehren.

Auch einen ABC-Einsatz hatten die Aktiven zu meistern. Wie aus dem Bericht der Polizeiinspektion Schwandorf hervorgeht, hörten die Eigentümer eines Mehrfamilienhauses im Schwandorfer Ortsteil Fronberg am Donnerstagabend mehrere Knallgeräusche aus dem Keller und nahmen auch Gasgeruch wahr. Sie informierten sofort die Feuerwehr, die umgehend mit starken Kräften zum Einsatzort kam. Schnell stellten die Helfer fest, dass es in der Gasheizung zu einer Verpuffung gekommen und dadurch ein Ventil beschädigt worden war. Der Grund dafür dürfte vermutlich im Alter der Heizungsanlage liegen.

Wie die Polizei weiter berichtet, sei es in der Folge zu einem leichten Gasaustritt gekommen. Dieser wurde allerdings als nicht gesundheitsgefährdend eingestuft. „Es bestand somit zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bewohner des Hauses“, heißt es im Bericht der Schwandorfer Polizei weiter. Der Hauptgashahn wurde dennoch vorsorglich abgedreht und die Eigentümer aufgefordert, einen Fachmann zur Reparatur der Gasheizung kommen zu lassen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.