12.11.2019 - 15:51 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Für eigenen Tarifvertrag streiken

Asklepios-Klinik Lindenlohe wird heute und am nächsten Montag bestreikt

Am Mittwoch, 13. November, und am Montag, 18. November, werden Teile der Beschäftigten der Asklepios-Klinik Lindenlohe in den Ausstand treten. Ziel ist ein Tarifvertrag.

Die Gewerkschaft Verdi hat alle Arbeitnehmer und Auszubildenden aus den Abteilungen OP, Anästhesie, Labor, Röntgen, IMC und Physio der Asklepios-Klinik Lindenlohe für Mittwoch, 13. November, zu einem Streik von Mitternacht bis Mitternacht aufgerufen. Nächste Woche soll am Montag noch einmal ein Streiktag eingelegt werden.

„Die Verdi-Mitglieder der Asklepios Klinik Lindenlohe haben sich bei der Urabstimmung mit 98,7 Prozent dafür entschieden, ihrer Forderung nach einer tariflichen Regelung der Arbeits- und Einkommensbedingungen auch über das Mittel des Streiks zu erkämpfen“, informierte Manuela Dietz, die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin von Verdi Oberpfalz. Die Arbeitgeber hätten die Einladung der Gewerkschaft zu Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag wiederholt ausgeschlagen. Sie sähen „weiterhin keine Notwendigkeit in Tarifverhandlungen einzutreten“.

„Mit einem Anwendungstarifvertrag TVöD-K fordern wir nichts anderes ein als Normalität“, so Dietz. Tarifverträge sollten auch bei Asklepios als selbstverständlich gelten. „Unserer Verhandlungsaufforderung, mit uns einen Tarifvertrag zur Anwendung des Tarifvertrages für öffentliche Krankenhäuser zu verhandeln, besagt schlicht, sich am branchenüblichen Tarifvertrag anzukoppeln – der auch für die meisten Beschäftigten bayerischer Krankenhäuser gilt.“ Die ver.di Tarifkommission fordert daher die Aufnahme von Verhandlungen zu einem Tarifvertrag zur Anwendung des Tarifvertrages für öffentliche Krankenhäuser (TVöD-K).

Die Klinikleitung hat zwischenzeitlich versichert, dass die Patienten auch während der Streikmaßnahmen auf die bestmögliche Behandlung und Betreuung durch das Klinikpersonal vertrauen dürfen. Anders als von Verdi dargestellt, sei das Verhalten der Klinikleitung nicht rechtswidrig. Im Gegenteil: Der Betriebsrat sei gesetzlich verpflichtet, mit dem Arbeitgeber über Entlohnungsgrundsätze und Gehaltsstrukturen zu verhandeln.

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