01.02.2019 - 14:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Glück im Dreierpack

Bei dieser Neuigkeit fällt jedem die Kinnlade runter: Drillinge als Weihnachtsgeschenk. Markus Hohler weiß das ganz genau, seit gut fünf Wochen ist der Schwandorfer Vater eines solchen Trios. Doch richtig ernst wird es erst jetzt.

Daniela und Markus Hohler sind gerüstet für ein Leben mit den Drillingen David, Nico und Ella.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Noch werden die Drillinge David, Nico und Ella in der Regensburger Klinik St. Hedwig aufgepäppelt, aber ihre Tage dort sind gezählt. Dann ist es vorbei mit der Nachtruhe von Daniela und Markus Hohler. Die Eltern sind für den Ansturm gut gerüstet. "Am Anfang waren wir schon sehr überrascht, gleich drei Kinder auf einmal zu bekommen", gesteht Daniela Hohler. "Darauf mussten wir und erst mal einstellen, man muss ja schließlich alles dreifach im Haus haben."

Auch für Freunde und Verwandte war der dreifache Nachwuchs eine kleine Sensation. "Da fällt jeden die Kinnlade runter", erinnert sich der 32-Jährige Vater, der "den kleinen Schock" schnell verdaut hat. Drei Bettchen, dreimal Klamotten, drei Baby-Autositze und ein Drillings-Kinderwagen warten nun auf die Winzlinge, die am heiligen Abend in der Regensburger Klinik St. Hedwig zur Welt gekommen sind. Dazu kommt ein Packung mit rund 100 Windeln. "Bei drei Kindern sind die sicher schnell weg, aber wir müssen ja erst mal abwarten, welche Größe wir brauchen", sagt der Papa.

So wie es aussieht, können sich die Eltern langsam aufs, Füttern, Wickeln und Wiegen einstellen. "Ella kommt vermutlich als erste nach Hause, ihre Brüder dann nach und nach", berichtet Markus Hohler. Sie sei zwar als letzte auf die Welt gekommen, habe aber sofort am lautstärksten gebrüllt. "Die macht Dampf", zitiert der Papa einen Geburtshelfer, der schon im OP diese "Diagnose" stellte. Ob sich das dann daheim bewahrheitet, wird sich bald herausstellen. Jedenfalls scheint die Kleine gut vorbereitet, um es mit den beiden Brüdern David und Nico aufzunehmen, die inzwischen in der Klinik ebenfalls schon vom Wärmebett in ganz normale Gitterbettchen umquartiert wurden.

Tipps von Profis

Fast vergessen sind die aufregenden Tage vor der Geburt, die zwei Wochen vorher, in denen Mama Daniela schon vor der Zeit im Krankenhaus liegen musste, die beschwerlichen Tage nach dem Kaiserschnitt und die Phase, als die Winzlinge noch Inkubator und Wärmebett und im Fall der Buben auch ein wenig Atemunterstützung brauchten. Es überwiegt die Freude, dass alle Drei gesund sind. "Die Schwestern dort leisten eine Spitzenarbeit, sie kümmern sich auch um die Eltern", lobt Markus Hohler. Trotzdem sind die Eltern froh, wenn sie jetzt bald nicht mehr täglich von Schwandorf nach Regensburg pendeln müssen, um möglichst viel Zeit mit den Babys zu verbringen. "Meine Frau ist fit, sie würde am liebsten schon wieder Sport machen", erzählt der Informatiker, der in den vergangenen Wochen sein Vater-Dasein noch ganz gut mit dem Job unter einen Hut bringen konnte. Idealerweise profitiert er auch noch von den Erfahrungen eines Arbeitskollegen, der ebenfalls mit Drillingen gesegnet war. Von ihm stammt der gebrauchte Drillings-Kinderwagen mit zwei Plätzen vorne und einem weiteren dahinter. Und der Tipp für den Wasserkocher mit Temperatur-Einstellung. "Da muss man dann nicht erst warten bis das Wasser wieder abgekühlt ist", so der 32-Jährige.

Helfer im Haus

Zusammen mit der Drillings-Mama, die im Marketing tätig ist, vertraut er aber auch auf familiäre Unterstützung: "Meine Eltern, also die Großeltern der Kleinen wohnen mit im Haus und stehen Gewehr bei Fuß, und die Schwiegermutter wohnt auch nur fünf Kilometer weit weg", stellt er fest und fügt hinzu: "Was will man mehr?"

Die Drillinge David, Nico und Ella (von links) schlafen friedlich – bald dürfen sie die Klinik St. Hedwig verlassen.
Info :

Risiko "Drillinge"

"Bei Drillingsschwangerschaften ist höchste Vorsicht geboten", heißt es in einer Pressemitteilung des Regensburger Krankenhauses Barmherzige Brüder, zu dem auch die Hedwigs-Klinik gehört. Diese Schwangerschaften werden zu den Risiko-Schwangerschaften gezählt. Sie müssen deshalb in einem Perinatalzentrum der höchsten medizinischen Versorgungsstufe Level 1 entbunden werden. Diese Maximalstufe gibt es in St. Hedwig, dem einzigen universitären Perinatalzentrum Ostbayerns. Es ist auf die besonderen Bedürfnisse der Kleinen spezialisiert. Hier können auch früh- und risikogeborene Babys mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm medizinisch auf höchstem Niveau versorgt werden. Im Dezember wurden in Regensburg übrigens gleich dreimal Drillinge geboren. "Das hat schon Seltenheitswert", so die Pressemitteilung.

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