20.09.2018 - 08:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Hart umkämpfter Wettbewerb

Für die "Katholische Jugendfürsorge" wird es immer schwieriger, sich im Wettbewerb der Reha-Bildung zu behaupten. Das wird bei einem Besuch der Freien Wähler im Haus des Guten Hirten deutlich.

von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Standortleiter am Haus des Guten Hirten in Ettmannsdorf, Otto Storbeck, beklagte im Gespräch mit Vertretern der Freien Wähler rückläufige Schülerzahlen bei den berufsvorbereitenden Maßnahmen für benachteiligte Jugendliche.

Die Arbeitsagentur schreibe die Lehrgänge aus und vergebe sie an den günstigsten Anbieter. Und hier könne die "Katholische Jugendfürsorge" nicht konkurrieren, weil sie ihren Mitarbeitern Tariflöhne bezahle und auch sonst die erforderlichen Standards für Reha-Maßnahmen erfülle. Und diese seien kostenintensiv, wie der Leiter der sozialen Einrichtung im Gespräch mit den FW-Politikern betonte.

"Jugendhilfe kostet Geld": Otto Storbeck sieht die Mittel gut angelegt, "wenn sie frühzeitig investiert werden". Später werde es wesentlich teurer, wenn der Jugendliche ins soziale Abseits gerate. Der Einrichtungsleiter kritisiert das derzeitige Fördersystem, das pauschal, statt individuell fördere.

Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch nahm mit auf den Weg: "Wir brauchen praxistaugliche Gesetze für die Jugendhilfe". Politiker sollten sich vor Ort überzeugen, "wie sie Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf am besten helfen können".

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