Schwandorf
18.12.2020 - 10:13 Uhr

Hilfe in der Weihnachtszeit

Hans Schuierer, ein pensionierter Lehrer aus dem Schwandorfer Ortsteil Wiefelsdorf, hat sich vor 17 Jahren mit einem Gelübde dazu entschieden, Bedürftigen aus aller Welt zu helfen. Dabei unterstützt ihn der „Brennende Dornbusch“.

Die Hilfsaktion "Brennender Dornbusch" unterstützt die Ärmsten in den Pfarreien von Father Anselm und Father William in Kenia. Bild: Schuierer/exb
Die Hilfsaktion "Brennender Dornbusch" unterstützt die Ärmsten in den Pfarreien von Father Anselm und Father William in Kenia.

Bei der Aktion „Der brennende Dornbusch“ handelt es sich um eine private Hilfsaktion Schuierers, der nach einem glücklichen Ereignis im Jahr 2003 in einem Gelübde versprach, sein Leben guten Taten zu widmen und bedürftigen Menschen zu helfen. Damals machten er und seine Ehefrau Elisabeth Schuierer eine biblische Reise nach Ägypten, bei der sie auch das am Südzipfel der Halbinsel Sinai gelegene, weltberühmte Katharinenkloster besuchen.

Dort ist ein Dornbusch mit riesigen Ausmaßen zu sehen, bei dem es sich um den im Buch Exodus erwähnten „brennenden Dornbusch“ handeln soll, von dem es dem Ehepaar Schuierer gelang, ein winziges Stück nach Hause zu bringen. Dort ist aus dem Mitbringsel bis zum heutigen Tag ein stattliches Gewächs geworden. Aus den Blättern des Dornbuschs entstehen in Handarbeit Lesezeichen, die zum Verkauf stehen und deren Erlös der Hilfsaktion zugute kommt.

Schwandorf16.01.2020

Der „Brennende Dornbusch“ unterstützt in der Coronazeit die Ärmsten in den Pfarreien von Father Anselm und Father William in Kenia. „Mit den Spenden konnte schon viel geholfen werden“, betont Hans Schuierer. Father William sorgt sich aber laut Schuierer vermehrt um die Zukunft der Schüler, die wegen Corona erst im Januar 2021 wieder in die Schule können.

Nur die Abschlussklassen dürfen wegen der anstehenden Prüfung zum Unterricht. „Die anderen Schüler laufen Gefahr, auf der Straße zu landen.“ Keine leichte Aufgabe für die Priester Anselm und William, die deshalb auf die segensreiche Hilfe vom „Brennenden Dornbusch“ hoffen. Die anfallenden Prüfungsgebühren sind sehr hoch und können oft nicht bezahlt werden – eine Hürde für die Zukunft junger Menschen. Eine riesige Herausforderung auch für einen Pfarrer. William und Anselm beschäftigen die Kinder und kümmern sich um eine sinnvolle Verteilung der Spendengelder.

Der Schwandorfer Initiator der Hilfsorganisation ist dankbar für jede Spende, „mit der in Kenia zehnmal mehr geholfen werden kann, als in Deutschland.“ Bereits bei einer Spende von zehn Euro für ein Dornbuschlesezeichen könne ein Schulkind für einen Monat voll versorgt werden. „Ein Patenkind,“ so Schuierer, „kann deshalb bei einer Spende von 40 Cent pro Tag auf eine gute Zukunft hoffen, wenn die Hilfe mehrere Jahre gewährleistet ist“.

Die Priesterfreunde würden immer wieder die Bedürftigen auswählen und mit den Spenden, die der „Brennende Dornbusch“ seit 2013 sammelt, helfen. „Die Lesezeichen sind beliebte Geschenke, von deren Erlös stets segensreiche Hilfe ausgegangen ist“, versichert Schuierer.

Father William beklage derzeit auch katastrophale Zukunftsaussichten der zunehmenden Zahl an Waisenkindern, wie etwa Gift Kiny Anjui mit seinen neun Monaten. Seine Mutter sei einen Tag nach der Entbindung verstorben und die Großmutter Margaret Wambui sei als allein versorgende Frau überfordert. Für die Trauer um ihre verstorbene Tochter bleibe ihr weder Zeit noch Kraft. William weist darauf hin, dass auch weitere Waisenkinder ohne die Hilfe vom „Brennenden Dornbusch“ Not ausgesetzt seien. Sie hoffen auf finanzielle Hilfe und bieten dafür Gebet und Dank – alles, was sie geben können. „Weihnachten steht vor der Tür und mit wenig Aufwand kann zehnmal mehr geholfen werden als bei uns,“ appelliert Hans Schuierer.

Hintergrund:

So kann man helfen

  • Ein Dornbusch-Lesezeichen bestellen: Anruf unter Telefonnummer 0157/57993882
  • Spenden: Raiffeisenbank Schwandorf, Brennender Dornbusch, IBAN: DE40 7509 0000 0201 8033 01
 
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