21.09.2020 - 10:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Hilfestellung für die Kommunen

Die Pflege der Gewässer dritter Ordnung ist Sache der Kommunen. Der Landschaftspflegeverband möchte ihnen helfen und stellt eine Vollzeitkraft zur Koordinierung der Maßnahmen an 240 Kilometern Fließgewässern im Landkreis Schwandorf an.

Der Landschaftspflegeverband beauftragt externe Fachkräfte zur Mahd von Dämmen und Hängen mit einer Mähraupe – so wie an den Langwiedteichen bei Nabburg.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Auf Unterstützung bei der Erstellung von Konzepten zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinien hoffen vor allem die neuen Mitglieder des Landschaftspflegeverbandes. In diesem Jahr schlossen sich die Gemeinden Schmidgaden, Pfreimd, Stulln, Schwarzach bei Nabburg, Neunburg vorm Wald sowie der Fischereiverein Teublitz dem Verband an. Damit stieg die Zahl der Mitglieder auf 48 an. Es sind 19 Gemeinden, neun Verbände, der Landkreis und 19 Privatpersonen.

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Schwandorf

„In der Pflege der Fließgewässer dritter Ordnung liegt sehr viel Potenzial“, betonte Vorsitzender Landrat Thomas Ebeling bei der Mitgliederversammlung im Sitzungssaal des Landratsamtes. Derzeit übernimmt diese Aufgabe Mitarbeiter Markus Kurz mit zehn Wochenstunden. „Sie reichen nicht aus“, waren sich die Mitglieder einig. Sie beschlossen deshalb die Anstellung einer Vollzeitkraft, die die Kommunen beraten und bei der Umsetzung der Pflegemaßnahmen begleiten soll.

75 Prozent Förderung

Das Wasserwirtschaftsamt fördert die Maßnahmen bis zu 75 Prozent. Den Rest übernehmen die Gemeinden. Wegen des Platzmangels am Landratsamt kann die neue Stelle allerdings erst nach Fertigstellung des Anbaus geschaffen werden. Der bisherige Betreuer Markus Kurz soll dann andere Themenfelder besetzen und den Gemeinden bei der Anlage von Blühflächen behilflich sein.

Seit elf Jahren fördert die Regierung der Oberpfalz das Projekt „Juradistl – biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“, an dem sich der Landschaftspflegeverband mit 3000 Euro jährlich beteiligt. „Ende September soll sich entscheiden, ob das Projekt weiterlaufen wird“, kündigte Landrat Thomas Ebeling an. Dann werden Vertreter der Landschaftspflegeverbände Regensburg, Neumarkt, Amberg und Schwandorf mit der Regierung über die Weiterführung des Biodiversitätsprojekts beraten.

41 Pflegemaßnahmen

Geschäftsführer Christian Meyer gab einen Rückblick. 2018 erfolgten 41 Pflegemaßnahmen mit Kosten von 118 000 Euro. Der Landschaftspflegeverband übernahm 17 500 Euro, die Gemeinden 9500 Euro. 2019 waren es 46 Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von 154 000 Euro. Das bedeutet für den Verband einen Eigenanteil von 16 000 Euro.

Mitarbeiterin Silke Lohr stellte das Programm für 2020 mit 44 Maßnahmen und einem Kostenvolumen von 176 000 Euro vor. Sie rechnet mit einem Eigenanteil von 25 000 Euro. Die Mitglieder beschlossen das Programm zur Bearbeitung der Böden, Mahd von Hängen und Dämmen, Zuschnitten von Gehölzen, Entbuschung und Beweidung. Der Landschaftspflegeverband unterstützt ferner den Naturparkverein Oberpfälzer Wald beim Projekt „Pflege kommunaler Blühflächen“. ei

Neue Beisitzer

Bei der Mitgliederversammlung waren Nachwahlen erforderlich. Für die ausgeschiedenen Beisitzer Carl Graf zu Eltz, Karl Bley und Maria Steger rückten Günther Hanauer (zweiter Vorsitzender des Maschinenrings), Benjamin Boml (Bürgermeister Nittenau) und Thomas Beer (Bürgermeister Teublitz) nach.

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