Es war ein "außergewöhnlich heißes Sommerwochenende": So lautet die Bilanz der Wasserwacht Schwandorf zu den beiden Rekordhitzetagen 27. und 28. Juni. Die lockten laut Michael Arnold, dem Vorsitzenden des BRK-Kreisverbands, viele Badegäste an die Seen und in die Freibäder im Landkreis Schwandorf. "Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Kreis-Wasserwacht waren an neun Wachstationen und in drei Freibädern dabei stark gefordert", berichtet Arnold jetzt.
Insgesamt haben die Wasserwachtler an den überwachten Gewässern und Freibädern rund 1.190 Wachstunden geleistet. "Dabei kam es zu 28 Erste-Hilfe-Leistungen, von denen fünf Fälle eine weiterführende Versorgung durch den Rettungsdienst erforderlich machten." Auch vier Vermisstensuchen am Wasser gehören zur Bilanz der Wachstationen: Dabei seien die Einsatzkräfte durch Hinweise von Eltern auf vermisste Kinder aufmerksam gemacht worden. Erfreulich: "Durch das umgehende Eingreifen der Wasserwacht konnten die Kinder jeweils schnell im Umfeld wiedergefunden und wohlbehalten zu ihren Angehörigen zurückgebracht werden."
Kinder mit SUP abgetrieben
In einem Fall hatte starker Wind, verursacht durch ein vorbeiziehendes Gewitter, Kinder mit ihrem Stand-up-Paddling-Board (SUP) stark abgetrieben. „Dass alle Kinder rasch gefunden werden konnten, zeigt, wie gut unsere Einsatzkräfte eingespielt sind und wie entscheidend schnelles Handeln in solchen Situationen ist“, so zitiert die Pressemitteilung des BRK zum Wochenende Korbinian Kurz, Technische Leiter der Kreis-Wasserwacht. Er war am Sonntag auch Wachleiter am Murner See.
Zusätzlich berichtet das BRK von drei kleineren Einsätzen am Wasser – "geringfügige Vorkommnisse oder Präventiv-Einsätze", die die Einsatzkräfte schnell und unkompliziert abgearbeitet hätten. Am Murner See wurden acht Erste-Hilfe-Leistungen erbracht, davon ein Fall mit Einbindung des Rettungsdienstes sowie mehrere Suchmaßnahmen. "Am Hammersee waren 4 Erste-Hilfe-Leistungen notwendig, davon in drei mit Unterstützung des Rettungsdienstes", heißt es in der BRK-Bilanz weiter. Auch am Steinberger See waren die Retter gefordert, bei zwei medizinischen Versorgungen am Wasser. Dazu kam die Erstversorgung eines gestürzten Radfahrers in Steinberg am See, da der Rettungsdienst wegen des hohen Einsatzaufkommens eine längere Anfahrt hatte.
Gefahren nicht unterschätzen
Trotz der hohen Besucherzahlen und vielen Einsätze verlief das Wochenende aus Sicht der Kreis-Wasserwacht "insgesamt geordnet". Dies ist laut BRK "insbesondere der hohen Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte sowie der guten Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und anderen Organisationen zu verdanken". Die Kreis-Wasserwacht appelliert dennoch an alle Badegäste, die Gefahren von Hitze und Wasser nicht zu unterschätzen: "Ausreichender Sonnenschutz, regelmäßiges Trinken sowie das Beachten von Baderegeln sind entscheidend, um Unfälle zu vermeiden." Auch der zunehmende Trend zum Stand-up-Paddling (SUP) berge Risiken, insbesondere bei plötzlicher Erschöpfung, Wind oder fehlender Sicherung. Hier empfiehlt die Wasserwacht ausdrücklich das Tragen einer geeigneten Schwimmhilfe und die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Mit Blick auf die kommenden Tage richtet sich der Fokus der Wasserwacht bereits nach vorne, denn für das nächste Wochenende werden erneut hohe Temperaturen erwartet. Die Kreis-Wasserwacht sieht sich darauf gut vorbereitet – hofft aber "dennoch auf möglichst wenige Einsätze sowie erholsame und sichere Stunden für alle Badegäste an den Seen".















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