Die Hummel-Challenge im Landkreis Schwandorf lädt Naturfreunde vom 20. Juni bis 3. Juli dazu ein, das Vorkommen heimischer Hummelarten zu dokumentieren. Diese Aktion wird vom Bund Naturschutz gemeinsam mit dem Thünen-Institut organisiert. Ziel sei es, mehr über die Verbreitung und Häufigkeit der heimischen Arten zu erfahren, heißt es in einer Pressemitteilung. Die gesammelten Daten sollen dabei helfen, Veränderungen bei Artvorkommen und Lebensräumen frühzeitig zu erkennen.
Die Teilnahme ist einfach: Ein Smartphone und die kostenlosen Apps ObsIdentify oder Observation genügen. Hummeln fotografieren, Art bestimmen und Beobachtung hochladen. Fachleute prüfen die Meldungen anschließend. ObsIdentify eignet sich besonders für Einsteiger, erklärt der Bund Naturschutz, während Observation zusätzliche Angaben etwa zum Verhalten oder zur besuchten Pflanze ermöglicht.
Wichtige Phase im Hummeljahr
Mit dem Sommer erreicht das Hummeljahr seinen Höhepunkt. Viele Völker sind jetzt am größten, Arbeiterinnen unermüdlich auf Nahrungssuche und erstmals erscheinen Jungköniginnen sowie Drohnen, heißt es in dem Schreiben. Diese Phase liefere besonders wertvolle Einblicke in die Entwicklung der verschiedenen Arten. „Gerade jetzt lassen sich Unterschiede zwischen häufigen und spezialisierten Arten gut erkennen“, wird Oskar Deichner, Biologe beim BUND Naturschutz Schwandorf zitiert. „Während weit verbreitete Arten wie Erd- oder Ackerhummel vielerorts zu sehen sind, sind andere auf bestimmte Pflanzen oder Lebensräume angewiesen. Diese Unterschiede wollen wir sichtbar machen und langfristig besser verstehen.“
Hummeln sind zentrale Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen und oft effizienter als Honigbienen. Durch Vibrationsbestäubung lösen sie Pollen aus Blüten, die für andere Bestäuber schwer zugänglich sind, etwa bei Tomaten oder Heidelbeeren. Gleichzeitig benötigen ihre Völker über Monate hinweg ein durchgehendes Blütenangebot.
Beobachtungsmöglichkeiten und Quiz
Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten laut dem Bund Naturschutz derzeit viele Sommerblüher wie Natternkopf, Wegwarte, Oregano, Thymian, Klee, Flockenblumen, Lavendel und Disteln. Wer diese Pflanzen im Garten, auf dem Balkon oder im öffentlichen Grün fördere, schaffe wichtige Nahrungsquellen über die gesamte Saison hinweg. Zusätzlich gibt es ein Hummel-Quiz auf der Website des Bund Naturschutz. Unter allen Teilnehmenden werden zehn Preise verlost. Weitere Informationen zur Teilnahme gibt es unter www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













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