27.08.2021 - 09:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Ideen für die Zukunft der Stadt Schwandorf

In Utopie-Camps geht es darum, über zwei Tage hinweg anhand eines konkreten Projekts, einer politischen Idee oder einer inspirierenden Frage die nächste Gesellschaft vorauszudenken. Dieses Vor-Denken passiert auch in Schwandorf.

Christina Wolf (links) leitete das Utopie-Camp in Schwandorf und sammelte die Ideen der Teilnehmer, die sich dem Generalthema "Verständigung" mit Vorschlägen für eine Umsetzung in Schwandorf näherten.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

"Wie wollen wir leben?" Das war die Leitfrage des ersten Utopie-Camps in Schwandorf, für das die evangelische Kirchengemeinde ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Eingeladen dazu hatte die Schwandorferin Christina Wolf, die sich damit einer deutschlandweiten Aktion der Universität Lüneburg anschloss.

Die Leuphana, wie sich die norddeutsche Hochschule nennt, leuchtete heuer die "Zukunft des Wohlstands" aus, unter anderem unter dem Schlagwort "Verständigung". Dazu waren bekannte Leute an Bord – unter ihnen der Arzt und Kabarettist Eckhart von Hirschhausen, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Siemens, Joe Kaeser, oder auch der Sozialwissenschaftler und Erfolgsautor Harald Welzer. Sie agierten über die Videoplattform Zoom von Lüneburg aus und verbanden sich auf diese Weise mit zahlreichen Utopie-Camps landauf, landab.

Suche nach Lösungen

"Es verändert sich sehr viel – aber wohin denn?" Das ist ein Gedanke, der die Utopie-Camps bewegte. Auch in Bayern gab es mehrere solche Camps, unter anderem in Schwandorf. Dort hatte Christina Wolf (44) die Interessierten in das Gemeindezentrum der evangelischen Kirche an der Bahnhofstraße zusammengerufen, um Lösungen zu suchen, die für die Große Kreisstadt passen könnten.

"Wir haben unsere Perspektiven im Dialog entwickelt," fasste Wolf die beiden Tage des Nachdenkens und Diskutierens zusammen. Die Teilnehmer hätten sich von der Überlegung leiten lassen, wie man in Schwandorf die Gemeinschaft stärken könne. "Wir hatten dazu auch Austausch mit anderen Camps," berichtete die Leiterin. Das sei via Zoom erfolgt.

Ideen und Wünsche der Bürger

Methodisch unterstützt von Diskussions- und Nachdenkhilfen der Leuphana mündeten die Vorschläge des Schwandorfer Camps in die Schaffung eines "Raums der Stille" für interkulturelle Begegnung und in die Idee eines Bürgerstammtischs, die näher ausgearbeitet wurde. "Der Bürger-Stammtisch," so Christina Wolf, "soll das aktive Gestalten von Schwandorfern für Schwandorf fördern. Das heißt, jeder Bürger kann Ideen und Wünsche für die Gemeinschaft einbringen."

Wenn sich Mitmacher finden, dann werde die Idee umgesetzt. Die Stadt solle eingebunden werden und die Vorschläge unterstützen, wenn notwendig. Christina Wolf dient als Ansprechpartnerin für Interessierte (wolf.christina[at]gmx[dot]de oder Telefon 0178/19 89 774).

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"Der Bürger-Stammtisch soll das aktive Gestalten von Schwandorfern für Schwandorf fördern."

Christina Wolf.

Christina Wolf.

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