09.01.2019 - 12:38 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Immer mehr "Feuer(b)engel"

Die Feuerwehr sei in der Bevölkerung fest verankert, stellt Vorsitzender Achim Kröplin bei der Hauptversammlung des Fronberger Fördervereins in der Brauereiwirtschaft fest. Dies spiegle sich auch in der Mitgliederbewegung wider.

Vorsitzender Joachim Kröplin (Zweiter von links) und Ehrenvorsitzender Max Lippert (rechts) überreichten den beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen Ulrike Roidl (Zweite von rechts) und Martina Engelhardt (links) die ersten Exemplare des "Fronberger Löschbladls".
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

33 Neuaufnahmen ließen die Mitgliederzahl auf 422 Personen steigen. 38 davon gehören zur aktiven Mannschaft, darunter 14 Frauen. Kommandant Tobias Rester erinnerte in seinem Bericht an 31 Einsätze, bei denen die Kameraden im vergangenen Jahr 490 Stunden ehrenamtlich geleistet haben. Hinzu kamen 18 Übungen mit 400 Stunden. Die Feuerwehr Fronberg verfügt über elf Atemschutzträger, elf Gruppenführer und 13 Maschinisten.

Anhänger und Garage

Der Vorstand des Fördervereins nahm im vergangenen Jahr 86 Termine wahr. Vorsitzender Achim Kröplin will die Tradition aufrecht erhalten, die Mitglieder mit "runden" Geburtstagen besuchen und bei Beerdigungen eine Musikkapelle spielen lassen. Erste Aktion im neuen Jahr wird die Entsorgung der Christbäume sein. Am 8. September findet das traditionelle Herbstfest am Feuerwehrhaus statt, das zu den Haupteinnahmequellen des Vereins gehört. Kassier Stefan Schmitt stellte Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Der Förderverein kaufte einen neuen Anhänger und errichtete dafür auch gleich eine Garage. Kostenpunkt 11 000 Euro.

Die Fronberger Wehr hatte in den letzten Jahren ein Nachwuchsproblem. Am Ende war nur noch ein einziger Jugendlicher übrig geblieben. Das war Katja Dietl, die mit Vollendung des 18. Lebensjahres zu den Aktiven wechselte. Mehrere Versuche, eine neue Jugendgruppe aufzubauen, sind gescheitert. Jetzt geht der Förderverein neue Wege und holt die Kinder bereits in der Grundschule ab. Nachwuchsbetreuerin Christine Ertl hat inzwischen 14 Mädchen und 15 Buben beisammen und erwartet die "Feuer(b)engel", so der Name der Gruppe, einmal im Monat zur Gruppenstunde im Gerätehaus. Der Betreuerstab besteht aus sechs Frauen und drei Männern, die bislang 240 Stunden geleistet haben.

Vorsitzender Achim Kröplin und Herausgeber Max Lippert überreichten den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Ulrike Roidl und Martina Engelhardt die neueste Ausgabe des "Fronberger Löschbladls". Es ist heuer zum 16. Mal erschienen und erinnert auf 50 Seiten an die Ereignisse im vergangenen Jahr. Auf dem Titelblatt befindet sich das Bild mit der Kindergruppe, die beim Herbstfest 2018 in die Feuerwehr aufgenommen wurde. Es folgen Aufnahmen von spektakulären Einsätzen. So musste die Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf Höhe der Photovoltaikanlage ausrücken, eine Katze aus einer Zisterne retten, Ölspuren beseitigen und bei einem Motorradunfall den Verkehr regeln.

150-Jähriges steht bevor

Viel Zeit musste für den Bau der Anhänger-Garage aufgewendet werden. Die Helfer entfernten Sträucher, setzten Fundamente und Stützmauern und pflasterten den Vorplatz. Eine besonders gute Kameradschaft pflegt die Fronberger Feuerwehr zu den Patenvereinen Schwarzenfeld und Freihöls. Sie unternehmen gemeinsame Wanderungen und besuchen sich bei den Starkbier-, Stodl- und Herbstfesten.

Bei den Fronberger Ortsmeisterschaften im Kegeln belegte die FFW-Herrenmannschaft den dritten Platz. Der Förderverein bedankt sich bei den Aktiven regelmäßig mit einem Spanferkel-Essen. Im Jahre 2023 feiert die Fronberger Wehr das 150-jährige Bestehen. Die Vorstandsmitglieder sind gerade dabei, einen Termin für die Feierlichkeiten festzulegen.

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