Nachdem das THW Schwandorf den Aufbau des Testzentrums mit 25 Kräften maßgeblich unterstützt hat, arbeitet das Landratsamt am Feinschliff dieser Einrichtung. Die EDV wird installiert, das Testlabor ausgewählt und der Transport der Proben zu diesem organisiert. Auch an Security ist gedacht. Betrieben wird das Testzentrum vormittags vom Gesundheitsamt und nachmittags von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB).
Getestet werden nur Personen, die Krankheitssymptome aufweisen und sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in den letzten 14 Tagen in engen Kontakt mit Personen gekommen sind, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde. Alle Personen, die getestet werden, werden von den Behörden kontaktiert, um einen Termin zu vereinbaren. Über die Auswahl des zu testenden Personenkreises entscheiden Gesundheitsamt und KVB.
Die Zahl der im Landkreis positiv getesteten Personen ist mittlerweile auf 74 angestiegen. Am Donnerstag sind drei weitere Fälle hinzugekommen. "Fast wichtiger als diese Zahl ist aber die Feststellung, dass leider zurzeit 14 Personen stationär behandelt werden müssen, davon sechs auf der Intensivstation", berichtet Pressesprecher Hans Prechtl.
Hilfe aus Stulln
Da der Bedarf an Desinfektionsmitteln nahezu überall auf der Welt deutlich angestiegen ist, kann es zu Lieferengpässen kommen. Um die Versorgung jedenfalls für die kritische Infrastruktur, zu der auch das Gesundheitssystem und die Einsatzkräfte gehören, aufrecht zu erhalten, möchte das Landratsamt mit einem Unternehmen aus Stulln zusammenarbeiten. Die Behörde liefert den Rohalkohol, und im Unternehmen, das in der Herstellung chemischer Produkte erfahren ist, erfolgt die fachgerechte und sicherheitsbewusste Mischung der Desinfektionsmittel in größeren Mengen.
Ausweis für Coronahelfer
Helfer, die für mehrere Menschen einkaufen und deshalb größere Mengen benötigen, können in den nächsten Tagen eine Bestätigung erhalten, die sie als ehrenamtliche Coronahelfer ausweist. Dieses Projekt ist bei der Lernenden Region angesiedelt. Den Ausweis können diejenigen Privatpersonen und Initiativen erhalten, die in der Übersicht des Landratsamtes gelistet sind.
Am Behelfskrankenhaus in Oberviechtach schreiten die Arbeiten voran. Aktuelle Themen sind die Organisation der Patienteneinlieferung und die Nutzung der Funktionsdiagnostik wie etwa Labor und Röntgenstelle. Es erfolgen Feinabstimmungen, was getrennt und was gemeinsam mit Asklepios gemacht werden kann. Der Oberviechtacher Bauhof verbessert den Zubringer, damit das Untergeschoss auch über die grüne Wiese optimal erreicht werden kann.














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