06.12.2019 - 11:55 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Jugendtreff wird besser angenommen

20 bis 30 junge Leute nutzen derzeit pro Öffnungstag den Jugendtreff am Kolping-Platz. „Wir haben jetzt mehr Laufkundschaft“, informiert Leiterin Susanne Grießhammer den städtischen Kulturausschuss.

Ein Blick in den neuen Jugendtreff am Kolping-Platz. Dass man dort kickern kann, ist nur eines der Angebote für junge Leute. Jugendtreff-Chefin Susanne Grießhammer (ganz links auf dem Foto) sprach davon, dass die neue Örtlichkeit wegen ihrer zentralen Lage mehr "Laufkundschaft" bringe.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Das war anders, als der Jugendtreff noch in Krondorf beheimatet war. Dorthin musste man sich schon ganz bewusst begeben, um die Angebote des Treffs wahrzunehmen. Das hat sich zwischenzeitlich deutlich verändert, was mit dem Umzug am 1. Oktober zu tun hat. Die Örtlichkeit bringt also Vorteile mit sich, „allerdings haben wir jetzt keinen separaten Kursraum mehr“.

Laut Grießhammer bietet der Jugendtreff neben seinem offenen Betrieb an den Nachmittagen des Dienstag, Mittwoch und Freitag auch zahlreiche Kurse für Kinder und Jugendliche an. Dazu kommen monatliche Film- und Spieleabende, sowie gelegentlich Konzerte. „Aber erst mal nur unplugged“, verriet Grießhammer schmunzelnd, damit es keinen Ärger wegen Lärms mit den Anwohnern gibt.

Darüber hinaus gibt es einige Projekte, die in Kooperation angeboten werden. „Wer nichts weiß, muss alles glauben“, lautet beispielsweise ein Zitat der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Das hat sich der Jugendtreff auf die Fahnen geschrieben und macht beim Projekt „Selbstgewusst/Selbstbewusst“ mit. Träger dieses Projekts ist das „Netzwerk Jugendarbeit im Landkreis Schwandorf“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendhilfe, inklusive der Jugendsozialarbeit an Schulen. Die Mitglieder des Netzwerkes greifen aktuelle Themen auf und führen dazu Informationsveranstaltungen, Kurse und Workshops durch.

Beim Projekt „Selbstgewusst/Selbstbewusst“, das das Netzwerk weiter führt, geht es um Demokratieförderung. Das bedeutet nicht zwangsläufig nur eine Auseinandersetzung mit politischen Themen und Inhalten. „Eine eigene, differenzierte Meinungsbildung auf einer demokratischen Grundlage ist nach wie vor die beste Vorbeugung gegen Hass, Ausgrenzung und jegliche Form von Extremismus“, heißt es in Grießhammers Vorlage für den Ausschuss.

Angeboten werden darüber hinaus ein Projekt zur Demokratieförderung in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst Schwandorf, ein Projekt „Flucht und Asyl“, eines mit dem Titel „Der wahre Preis der Mode“ und das Projekt „Starke Girls“.

Alles in allem kommt der Jugendtreff auf Ausgaben in Höhe von 14 300 Euro für das nächste Jahr, was der Ausschuss einstimmig billigte.

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