12.01.2020 - 10:43 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Keine Sondermarke zum Kulturfest

Gerne hätten die Briefmarkenfreunde beim bayerisch-böhmischen Kulturfest im Mai und beim Nordgautag im Juli in Schwandorf Briefmarken mit Motiven der Stadt herausgegeben. Doch daraus wird jetzt leider nichts.

Die Briefmarkenfreunde Schwandorf mit Vorsitzendem Peter Bartmann (rechts) präsentieren einen neu entdeckten Bogen mit Motiven der Stadt aus dem Jahr 1912. Sie hätten sich eine Neuauflage zum Kulturfest 2020 gewünscht. Doch daraus wird jetzt leider nichts.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Gerne hätten die Briefmarkenfreunde beim bayerisch-böhmischen Kulturfest im Mai und beim Nordgautag im Juli in Schwandorf Briefmarken mit Motiven der Stadt herausgegeben. Doch daraus wird jetzt leider nichts. „Der Verein kann so ein Projekt finanziell nicht alleine stemmen“, gab Vorsitzender Peter Bartmann bei der Monatsversammlung am Donnerstag im Gasthaus Meiler zu verstehen. Er hatte sich deshalb an die Stadt Schwandorf gewandt und den Antrag gestellt, eine „Briefmarke individuell“ gestalten zu lassen und die Kosten zu übernehmen. Doch aus dem Rathaus kam inzwischen eine Absage. „Zu teuer“ fand der zuständige Ausschuss der Stadt und strich den Punkt aus dem Festprogramm.

Die Schwandorfer Briefmarkenfreunde bedauern die Absage. Der Stadt Neunburg vorm Wald sei es vor zwei Jahren gelungen, zum 1000-jährigen Bestehen sogar ein bundesweites Postwertzeichen herauszubringen. Soweit wollten die Philatelisten der Großen Kreisstadt gar nicht gehen. Aber eine regionale „Briefmarke individuell“ hätte es schon sein können.

Dafür wartete Vorsitzender Peter Bartmann bei der Versammlung mit einer seltenen Neuerwerbung auf. Er entdeckte auf einem Flohmarkt eine Briefmarkensammlung mit Motiven der Stadt Schwandorf aus dem Jahre 1912 und kaufte sie für den Verein an. Auf den Postwertzeichen, die damals die Waldvereinssektion Schwandorf herausgebracht hat, sind die „Tonwarenfabrik am Kreuzberg“, die Naabbrücke mit Blick auf die Jakobskirche und eine „Stadtmauerpartie“ abgebildet. Ähnlich diesem Bogen aus dem Jahre 1912 hätten sich die Briefmarkenfreunde eine Sammlung mit städtischen Motiven 2020 gewünscht. Felsenkeller, Falkenauer Stube oder Blasturm wären schöne Ansichten gewesen, sagt Peter Bartmann. Doch daraus wird jetzt nichts. Der Verein will aber weiterhin mit der Stadt zusammenarbeiten und den Briefmarkenbogen aus dem Jahr 1912 dem Archiv überlassen.

Der Verein der „Briefmarkenfreunde Schwandorf“ besteht seit 1953 und hatte zu Spitzenzeiten über 100 Mitglieder. Heute sind es noch 15 aktive Sammler, verstreut über den Landkreis. Aus der Stadt Schwandorf selbst ist niemand mehr dabei.

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