25.05.2019 - 07:45 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Klärschlamm: Entscheidung fällt am Sonntag

Kann getrockneter Klärschlamm der Region in Straubing entsorgt werden? Die Entscheidung darüber fällt am Sonntag bei einem Bürgerentscheid.

Die Trocknungsanlage in Dachelhofen soll rund 50000 Tonnen Schlamm aus dem Gebiet des ZTKS verarbeiten.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Rund 37500 Straubinger können am Sonntag in Straubing darüber abstimmen, ob dort eine Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage mit 120 000 Tonnen Kapazität gebaut werden soll. Der Straubinger Stadtrat hatte im Dezember ein entsprechendes Ratsbegehren beschlossen. In der Anlage könnte auch der Reststoff aus der entstehenden Klärschlamm-Trocknungsanlage nahe des Schwandorfer Müllkraftwerks verbrannt und aus der Asche Phosphat zurück gewonnen werden. Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf, ZMS, hat bereits entsprechende Kontakte zu den möglichen Betreibern der Straubinger Anlage geknüpft. Sollten die Niederbayern die große Anlage ablehnen, muss eine andere Lösung her.

Dafür hat der ZMS, der für die Trockensubstanz als „Abfall“ zuständig ist, eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Zur Standortfrage für eine eigene Anlage hat sich der ZMS bislang noch nicht geäußert. Schmidgaden hat bereits abgewunken, der Stadtrat Schwandorf sich per Beschluss (gegen die CSU und den OB) gegen eine Anlage ausgesprochen.

Die Trocknungsanlage in Schwandorf betreibt der Zweckverband thermische Klärschlammverwertung (ZTKS), wird dort rund 50 000 Tonnen Schlamm mit 25 Prozent Trockensubstanz auf 90 Prozent Trockensubstrat bringen. Der Schlamm stammt aus beinahe allen Kommunen des Landkreises, aber auch weitere Kommunen - darunter die Städte Regensburg und Landshut - liefern an.

Stadt gegen Verbrennung

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