20.10.2020 - 09:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Klinik Lindenlohe: Mit "Sieb" gegen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Diese behandelt Chefarzt Dr. Konstantinos Kafchitsas an der "Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe" nun mit einer neuen Methode.

Geschäftsführer Daniel Weiß (rechts) lässt sich von Dr. Konstantinos Kafchitsas (links) das neuartige Instrumentarium erklären.
von Externer BeitragProfil

Wenn der Rücken schmerzt, liegen die Ursachen nicht selten in den kleinen Wirbelgelenken an der Wirbelsäule – den Facettengelenken – oder an den beiden Iliosakralgelenken, die den Übergang zwischen der vom Darmbein gebildeten Beckenschaufeln und dem Kreuzbein bilden. An der "Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe" behandelt Chefarzt Dr. Konstantinos Kafchitsas solche Beschwerden.

Laut einer Pressemitteilung der Klinik nutzt der Mediziner seit Kurzem ein neuartiges Instrumentenset für die endoskopische operative Versorgung, indem die schmerzleitenden Nervenfasern an den Gelenken mit einer erhitzbaren Nadel verödet werden. Zugleich ermöglicht das im Instrumentenset enthaltene „Sieb“ die Erweiterung eines zum Beispiel durch Verschleiß verengten Spinalkanals.

Klinik unter neuer Leitung

Schwandorf

„Die neue Technologie gehört zu den regelmäßigen Investitionen, die wir angesichts des rasanten Fortschritts gerade in der Medizintechnologie machen,“ betont Klinik-Geschäftsführer Daniel Weiß. Im Falle des neuen Siebs bedeutet dies: Unter endoskopischer Sicht können die schmerzleitenden Nervenfasern in den Öffnungen des Wirbelkanals präzise und kontrolliert dargestellt und verödet werden, sodass der Patient bereits kurze Zeit nach dem Eingriff weitgehend schmerzfrei ist.

Das Iliosakralgelenk-Syndrom zeigt sich typischerweise als einseitiger oder beidseitiger Rückenschmerz, der bei bestimmten Bewegungen und auch durch längeres Liegen enorm verstärkt werden kann. Er kann auch in das Gesäß oder den Oberschenkel ausstrahlen.

Chronische Schmerzen

Bei einem Facettengelenksyndrom sind die schmerzleitenden Nervenfasern der Gelenke Ausgangspunkt für die chronisch dumpfen Rückenschmerzen meist im Lendenwirbelsäulenbereich. Infolge der Abnutzungserscheinungen der Wirbelgelenke leiten die Schmerzinformationen an das Gehirn weiter. Diese Nerven werden ausgeschaltet, der Übertragungsweg gestoppt und die Schmerzwahrnehmung verhindert

Arthrose häufigste Ursache

Wird der Wirbelkanal in Folge von Verschleißerscheinungen oder durch angeborene Veränderungen der Lendenwirbelsäule zu eng, können sich schleichend Beschwerden entwickeln. Diese reichen von lokalen und in die Extremitäten ausstrahlende Schmerzen über bei kurzen Gehstrecken auftretende Schmerzen in einem oder in beiden Beinen. Die Arthrose, das heißt die Verdickung der Wirbelgelenke, zum Teil mit verschleißbedingter Wirbelverschiebung, ist die häufigste Ursache für eine Verengung des Spinalkanals.

Wenn das endoskopische Verfahren möglich und medizinisch sinnvoll ist, liegen laut Dr. Kafchitsas die vielen Vorteile auf der Hand: Die Methode ist unter lokaler Narkose durchführbar, ermöglicht einen nachhaltigen Therapieerfolg durch das endoskopisch kontrollierte Verfahren und verspricht schnellstmögliche Schmerzfreiheit. Gleichzeitig werden Gewebe, Muskulatur und Bänder geschont, um die Stabilität der Wirbelsäule zu bewahren, deren Mobilität zudem erhalten bleibt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.