Kürzlich waren die "Sheriffs" in der blauen Uniform auch abends unterwegs. Hintergrund dafür seien Beschwerden gewesen, dass regelmäßig nach 18 Uhr im Bereich der Innenstadt ohne Rücksicht auf die geltenden Verkehrsregeln geparkt werde, teilte Rathaus-Sprecherin Maria Schuierer den Oberpfalz-Medien mit. Die Verlängerung er Dienstzeit der Verkehrsüberwacher sei ein Versuch gewesen.
Auch in den nächsten Zeit würden sporadisch an einzelnen Tagen die Kontrollzeiten des städtischen Verkehrsüberwachungsdiensts (VÜD) in den Abend hinein verlängert. Die Kontrollzeiten werden mit der Polizei abgestimmt. Die Überwachung des ruhenden Verkehrs obliegt nach 18 Uhr grundsätzlich der Polizei, das sei in einer Vereinbarung so abgesteckt, so Schuierer. "Von dieser Regelung kann im Einzelfall abgewichen werden", sagte Schuierer, die regulären Dienstzeiten des VÜD bleiben aber unverändert.
Der Verkehrsausschuss hatte im November beschlossen, in der Kernstadt eine Tempo-20-Zone (etwa zwischen Marktplatz und Klosterstraße) und eine Tempo-30-Zone südlich der Klosterstraße bis zur Güterhallen/Pesserlstraße einzuführen. Wie bisher gilt in den Zonen Parkverbot - außer auf gekennzeichneten Flächen. Das Halten länger als drei Minuten ist in den Zonen verboten, ausgenommen zum Ein- und Aussteigen sowie zum Be- und Entladen. In der Friedrich-Ebert-Straße darf auf dem Gehweg weder gehalten noch geparkt werden. Durch die Ausweisung der Halteverbotszone können laut Stadt insgesamt 59 eingeschränkte Haltverbotsschilder entfernt werden. Bereiche, die ständig freigehalten werden müssen, sind mit einem absoluten Haltverbot gekennzeichnet. Dies ist zum Beispiel der Fall in Feuerwehranfahrtszonen oder auf der linken Seite der Friedrich-Ebert-Straße, um Radfahrern auf der durch Pflasterung angedeuteten Spur das ungehinderte Befahren der Straße entgegen der Einbahnrichtung zu ermöglichen. Bis Ende Februar will der Bauhof nun die Beschilderung komplett fertig stellen.
Die städtische Verkehrsüberwachung wurde 1993 eingeführt, drei Mitarbeiter richteten seither ihren Blick auf Falschparker. Im September 2018 wurde laut Schuierer eine vierte Vollzeitkraft eingestellt. So soll sichergestellt werden, dass auch Bereiche außerhalb der Kernstadt - wie am Krankenhaus oder beim Beruflichen Schulzentrum - besser überwacht werden können. "Zuvor hatte sich eine Vielzahl von Bürgern immer wieder über Falschparker in diesen Bereichen beklagt und eine strengere Kontrolle gefordert", teilte Schuierer mit. Die Knöllchen, die die Mitarbeiter jedes Jahr ausstellen, spülen eine ansehnliche Summe in die Stadtkasse. Die Einnahmen aus Verwarngeldern im ruhenden Verkehr betrugen laut Schuierer im Jahr 2017 genau 163415,69 Euro. Im Jahr 2018 summierten sich die Einnahmen auf 153683,56 Euro.













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