13.09.2018 - 11:04 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kopfzerbrechen bei Meistern

Die angehenden Frisörinnen meistern ihre Gesellenprüfung allesamt. Bei den Malern und Lackierern sieht es ganz anders aus. Dem Obermeister bereitet das Sorgen.

Obermeister Bernhard Dräxler (Mitte) und Prüfungsvorsitzende Annemie Koch (rechts) zeichneten die beste Absolventin Lisa-Marie Beer (links) aus.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) Lisa-Marie Beer hat sich im Friseursalon von Christa Müller in Teublitz ausbilden und erzielte bei der Abschlussprüfung 83 von 100 möglichen Punkten. Damit lag sie an der Spitze der zehn Absolventen, die die Friseurinnung am Mittwoch im Fortbildungszentrum Charlottenhof freisprach.

Der Friseurberuf ist weiblich. Alle zehn Damen schafften locker die Abschlussprüfung. Im Gegensatz zu den Malern und Lackierern sowie Bauten- und Objektbeschichtern, die reihenweise auf der Strecke blieben. Von den 19 Malern und Lackierern aus Schwandorf und Amberg-Sulzbach sind acht durchgefallen. Dagegen haben die vier Insassen der Jugendvollzugsanstalt, die ebenfalls an der Abschlussprüfung teilnahmen, den Ernst der Lage erkannt und eine ansprechende Arbeit abgeliefert.

Von den sechs Bauten- und Objektbeschichtern ist die Hälfte an den Ansprüchen der Abschlussprüfung gescheitert. Diese Ergebnisse bereiten dem Obermeister der Maler- und Lackiererinnung, Tobias Schober, Kopfzerbrechen. Nicht nur die hohe Durchfallquote beunruhigt ihn, sondern auch das Fehlen der Spitzen. Seit Jahren ist kein Absolvent der Berufszweige mehr für gute Leistungen ausgezeichnet worden.

Im Gegensatz zu den Friseuren, die jedes Jahr überdurchschnittliche Leistungen erzielen. Sehr zur Freude von Obermeister Bernhard Dräxler, der diesmal Lisa-Marie Beer nach vorne bat und besonders auszeichnete. Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller gratulierten ebenfalls. Stellvertretender Kreishandwerksmeister Arnold Pöppl ermunterte die Absolventen zu lebenslangem Lernen und stellte fest: "Bildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit".

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