Schwandorf
31.07.2018 - 16:15 Uhr

Nicht auf Kosten kommender Generationen leben

"Für die Menschen wird der Schutz natürlicher Ressourcen immer bedeutender": Das betont Umweltpolitiker Martin Huber bei der Bezirksversammlung der CSU-Arbeitskreise "Umweltsicherung und Landesentwicklung" und "Energiewende" in Schwandorf.

Wie es in einer Pressemitteilung des CSU-Bezirksverbandes heißt, müssten die politischen Rahmenbedingungen zu den Themenbereichen Umweltschutz, Energie und Landesplanung noch stärker herausgearbeitet werden. Es könne aber auch jeder einzelne einen Beitrag zum sparsamen Umgang von Wasser, Energie und zur Reduzierung des Verpackungsmaterials leisten, betonte der neugewählte Landesvorsitzende des Arbeitskreises "Umweltsicherung und Landesentwicklung" (AKU), Martin Huber. Die Ressourcen der Erde seien heuer zum 1. August aufgebraucht, in Deutschland sogar schon am 2. Mai. Die Gesellschaft könne es sich nicht leisten, "auf Pump" der kommenden Generationen zu leben.

"Der Schutz der Umwelt gehört zu den Kernwerten der CSU", so Huber. Durch gezielte Förderung - auch des Staates - sei schon einiges erreicht worden. Erheblicher Nachholbedarf bestehe aber bei der Umsetzung der Mobilitätsziele. Es geht laut Huber nicht darum, Verbote auszusprechen. Die Industrie müsse verstärkt Anstrengungen unternehmen, saubere Autos zu produzieren, und jeder sollte sich fragen, ob er nicht auf manche Fahrt verzichten kann.

Zentrales Ziel unserer Generation müsse es sein, Ökonomie und Ökologie als Einheit zu sehen und auch so zu handeln. Bei der Zusammenführung beider Themen handle es sich nicht um Gegensätze. Mit moderner und zukunftsorientierter Technologie müssten die Klimaschutzziele national und international in den Mittelpunkt gestellt werden. Huber betonte, dass beide Arbeitskreise einen wichtigen Beitrag leisten, die festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen.

AKE-Bezirksvorsitzender Robert Zizler betonte nach dem Referat, dass es sich der Arbeitskreis "Energiewende" zur Aufgabe mache, bereits vorhandene Positionen zur Energiewende zusammenzuführen, bisherige Ansätze zu hinterfragen, legislative und administrative Hindernisse zu identifizieren sowie neue Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Darüber hinaus leiste der AKE einen Beitrag zu einem flächendeckenden Diskussionsprozess rund um das Thema Energiewende. Dazu gehöre der Kontakt zu den Vertretern der Forschung, die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, die Überzeugung ökonomisch-emotional Betroffener und die Einbindung eines großen Anteils der Bevölkerung.

"Der AKU-Bezirksverband fordert eine ganzheitliche Behandlung der Energiewende, so beim Strom, der Wärme und der Mobilität", hob der AKU-Vorsitzende Klaus Hofbauer anschließend hervor. Es seien verschiedene Positionspapiere zum Thema "Nachhaltigkeit" erarbeitet worden. Ein entsprechender Antrag wurde dem CSU-Bezirksverband vorgelegt und angenommen. Weiter fordere der AKE-Bezirksverband, die Europaregion "Donau-Moldau" weiterzuentwickeln.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat sich laut Hofbauer in den vergangenen Jahrzehnten gut entwickelt. Nun sollten neue Ziele gesetzt werden. Ein zusätzlicher Schwerpunkt sei die Aktivierung des "Grünen Bandes Deutschland". In der grenzüberschreitenden Umweltschutzpolitik zwischen Bayern und Böhmen seien dringend neue Impulse notwendig.




 
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