07.09.2018 - 13:33 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kräutermischung: Jugendlicher bricht zusammen

Ein Jugendlicher bricht in Schwandorf nach dem Konsum eines Joints mit einer Kräutermischung zusammen. Polizei warnt vor den sogenannten "Legal Highs", die oft eben nicht legal und mitunter auch lebensgefährlich sein können.

Symbolbild
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Zum wiederholten Male zu einem Einsatz von Rettungsdienst und Polizei wegen des Konsums von sogenannten „Legal Highs“. Ein Jugendlicher brach nach dem Konsum eines Joints mit einer Kräutermischung zusammen und musste von den Rettungskräften medizinisch versorgt werden.

Die Gesundheitsrisiken von solchen sogenannten „Legal Highs“, (auch bekannt als "Zaubertabak", "Kräutermischungen", "Badesalze" oder "Legal Ecstasies") sind für die Konsumenten nicht absehbar. Bundesweit kam es bereits zu schweren, mitunter lebensgefährlichen Vergiftungen nach dem Konsum von solchen Kräutermischungen. Der Konsum der Stoffe birgt unkalkulierbare Gefahren, da diesen, teils hoch wirksame psychoaktive Wirkstoffe auf synthetischer Basis, zugesetzt werden, teilt die Polizei mit.

Mitunter können dramatische gesundheitliche Folgen, wie Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen auftreten.

Im Jahr 2017 wurden bereits mehrere Todesfälle in der Bundesrepublik, auch in Bayern, nach der Intoxikation von „Legal Highs“ registriert. Das Ausmaß der Wirkung kann vor dem Konsum nie abgeschätzt werden, da die zugesetzten Inhaltstoffe dem Konsumenten in der Regel nicht bekannt und somit unkalkulierbar sind.

Aus rechtlicher Sicht, ist der Ausdruck „Legal High“ umstritten. Denn legal ist der Besitz solcher Stoffe keineswegs. Teilweise unterliegen diese Stoffe, die unter anderem aus China oder den Niederlanden importiert werden, bereits direkt dem Betäubungsmittelgesetz. Eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe sind seit 2016 unter dem „Neue-Psychoaktive-Stoffe-Gesetz“ aufgeführt und dadurch strafbewährt.

Insbesondere die Herstellung von solchen Mischungen und deren Verkauf an Konsumenten wird seitens der Polizei und Justiz verfolgt. Bei Fragen oder für weitere Informationen zur Thematik „Legal High“ wenden sie sich bitte an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle oder Ihre zuständige Polizeidienststelle.

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