Schwandorf
08.12.2021 - 11:45 Uhr

Kreis Schwandorf: 694 neue Infektionen in sieben Tagen

Im Landkreis Schwandorf wurden zwischen 1. und 7. Dezember 694 neue Infektionen mit dem Corona-Virus registriert. 31 von 33 Gemeinden sind betroffen. Die Omikron-Variante wurde noch nicht festgestellt.

694 neue Infektionen mit dem Corona-Virus registrierte das Landratsamt Schwandorf in den vergangenen sieben Tagen. Bild: dowell
694 neue Infektionen mit dem Corona-Virus registrierte das Landratsamt Schwandorf in den vergangenen sieben Tagen.

In den vergangenen sieben Tagen sind im Landkreis Schwandorf 694 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Das teilte das Landratsamt mit. "Nachdem wir drei Wochen lang neue Fälle in allen 33 Gemeinden hatten, sind diesmal 31 Gemeinden betroffen", so Behördensprecher Hans Prechtl. Nur in den beiden kleinsten Kommunen – Weiding (457 Einwohner) und Stadlern (514) traten keine neuen Infektionen auf.

In der Vorwoche waren im Landkreis noch 956 neue Fälle registriert worden, wiederum die Woche vorher 973. In den sieben Tagen vom 1. bis 7. Dezember gab es eine neue Infektion pro 214 Einwohner (148 960 Einwohner im Landkreis geteilt durch 694 Fälle).

Die Omikron-Variante sei im Landkreis noch nicht festgestellt worden, so Prechtl. Die Krankenhäuser meldeten in der Lagebesprechung am Dienstag übereinstimmend eine Entspannung auf den Covid-Normalstationen, während die Intensivstationen aber massiv belastet bleiben. Das Alter der Covid-Intensivpatienten reiche im Krankenhaus Schwandorf von 37 bis 73 Jahre und im Krankenhaus Burglengenfeld von 41 bis 79 Jahre, so Prechtl, das Durchschnittsalter liege bei 56 Jahren. "Die deutliche Mehrheit der Covid-Intensivpatienten muss beatmet werden", teilte der Behördensprecher mit.

Am Dienstag waren demnach über 60 Prozent aller Kranken auf den Intensivstationen im Rettungsdienstbereich (Stadt Amberg, Kreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf) an Covid-Patienten. Ein erster Patient sei am Montag wegen Kapazitätsmangels von Amberg nach Weiden verlegt worden, ein weiterer Patient sollte am Dienstag von Schwandorf nach Regensburg verlegt werden.

Eine Einschätzung bestätigt sich laut Prechtl: Sowohl steigende als auch sinkende Inzidenzwerte wirken sich mit dem jeweiligen Effekt erst mit ein paar Wochen Verzögerung auf den Intensivstationen aus. Bei Covid müsse ab Erkrankungsbeginn mit zwei bis vier Wochen Latenzzeit bis zu einer möglichen, intensivmedizinischen Betreuung gerechnet werden. Steigende Infektionszahlen seien also nicht sofort in Form von steigenden Patientenzahlen in den Krankenhäusern zu spüren.

Infektionen im Kreis Schwandorf vom 1. bis 7. Dezember

Oberpfalz25.05.2022
 
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