Schwandorf
09.03.2026 - 18:06 Uhr

Kreistagswahl Schwandorf: CSU bleibt vorn – AfD rückt auf Platz zwei vor

Die CSU verteidigt bei der Kreistagswahl 2026 im Landkreis Schwandorf ihre Spitzenposition, verliert jedoch leicht an Boden. Die AfD verzeichnet deutliche Gewinne und wird zweitstärkste Kraft vor den Freien Wählern und der SPD.

Die politischen Gewichte im Landkreis Schwandorf haben sich bei der Kreistagswahl 2026 spürbar verschoben. Zwar bleibt die CSU mit 33,8 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft im Kreistag, muss jedoch im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren leichte Einbußen hinnehmen. Ein markantes Ergebnis lieferte die AfD, die mit 18,3 Prozent der Stimmen zur zweitstärksten politischen Kraft im Landkreis aufstieg und damit sowohl die Freien Wähler als auch die SPD hinter sich ließ.

Verschiebungen im Parteiengefüge

Die Freien Wähler erreichten 14,4 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von der SPD, die auf 13,5 Prozent kam. Beide Parteien mussten im Vergleich zu 2020 Verluste verzeichnen. Die Grünen stabilisierten sich bei 5 Prozent, während die ÖDP 3,5 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen konnte. Das Feld der kleineren Gruppierungen wird von der CWG/UW und der JU Bayern mit jeweils 3,2 Prozent angeführt. Die Linke (2,4 Prozent), die Jungen Wähler (2,1 Prozent) und die FDP (0,6 Prozent) komplettieren das künftige Gremium.

Blick in die Gemeinden: Hochburgen und Wahlbeteiligung

Besonders interessant ist der Blick auf die kommunale Ebene. Ihre stärksten Ergebnisse erzielte die CSU in Winklarn mit 39,5 Prozent und in Guteneck mit 38,8 Prozent. Die AfD feierte ihre größten Erfolge in Stadlern, wo sie auf 24,0 Prozent kam, sowie in Bruck mit 22,7 Prozent. Die Freien Wähler haben ihre unangefochtene Hochburg in Thanstein mit 31,1 Prozent. Die SPD punktete vor allem in ihren traditionellen Zentren wie Burglengenfeld (22,8 Prozent) und Teublitz (20,3 Prozent).

Die Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis lag bei 67,3 Prozent. Das größte Interesse an der Mitgestaltung zeigten die Bürger in Thanstein mit einer Beteiligung von 83,6 Prozent, gefolgt von Guteneck (82,9 Prozent) und Steinberg am See (80,5 Prozent). Das geringste Interesse verzeichnete die Große Kreisstadt Schwandorf mit 60,6 Prozent.

Kreistagswahl 2026
Landkreis Schwandorf

(Vorläufiges Endergebnis) – Werte in Prozent.

Kreistagswahl 2026 – Landkreis Schwandorf

Stimmenanteile (in %) und Sitzverteilung (60 Sitze) – Vorläufiges Endergebnis

Quelle: Landratsamt Schwandorf

Transparenzhinweis: Die vorliegende Analyse samt grafischer Elemente ist mit Informationen der zuständigen Wahlbehörde und mit Unterstützung durch Künstliche Intelligenz erstellt worden. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: Landratsamt Schwandorf.

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