22.05.2018 - 10:39 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kurzfilm-Festival füllt "Zwickl"-Lücke

Schwandorf avanciert immer mehr zur Stadt für Cineasten. Die „Zwickl“-Dokumentarfilmtage haben sich längst etabliert. Im Sommer gibt es die „Filmnächte an der Naab“. Und nun plant Julia Schnorrer auch noch ein Kurzfilm-Festival.

Organisatorin Julia Schnorrer hat für das Kurzfilmfestival in Schwandorf schon etliche Filme gesichtet. Spannende, lustige, herzergreifende - es ist alles dabei.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

(doz) Die 27-Jährige hat bereits zwei Film-Projekte mit Schwandorf-Bezug realisiert. Vor rund zwei Jahren drehte sie den zweisprachigen Kurzfilm „Acceptance/Akzeptanz“, der in Schwandorf spielt. Im Oktober feierte ihr achtminütiges Werk „The Hacker“ in Schwandorf Premiere. Beim letzten „Zwickl“ entstand schließlich gemeinsam mit Frederik Hohrath, den Betreiber des Lichtwerk-Kinos, die Idee, ein Kurzfilm-Festival auf die Beine zu stellen, bei dem 60 bis 80 Werke gezeigt werden. Dass „Zwickl“-Initiatorin vor einigen Wochen bekannt gab, dass sie ihr Filmfest vom Herbst ins Frühjahr verlegt, sieht Schnorrer als „Wink des Schicksals“.

Denn die Zeit im September, in der nun keine Dokumentarfilmtage über die Bühne gehen, nutzen Hohrath und Schnorrer für ein Kurzfilm-Festival. Es steigt von Donnerstag bis Sonntag, 27. bis 30 September. Die freie Filmschaffende Schnorrer ist gerade dabei, 70- bis 90-minütige Filmblöcke für die Veranstaltung zusammenzustellen. Dabei sollen Streifen mit einer Laufzeit zwischen 90 Sekunden und einer halben Stunde unter einem bestimmten Oberbegriff gebündelt werden: Etwa Horror, Thriller, Sport oder Beziehungen (Liebe und Freundschaft). Außerdem sind zwei Kinderprogramme mit einer kürzeren Spieldauer sowie speziell kuratierte Vorstellungen für Schulklassen geplant. Auch einen Doku-Block soll es geben – sozusagen als „Vorbote des Zwickls“. Für Sonntag planen die beiden Initiatoren Schnorrer und Hohrath ein Best-of-Programm ihrer Lieblingsfilme.

Schnorrer erklärte bei einem Gespräch mit unserem Medienhaus, dass bei der Veranstaltung nationale und internationale Filmschaffende ausgewählter Kurzfilme vertreten sein werden. Etwa Ethan Taylor, der Hauptdarsteller ihres Films „The Hacker“ oder die Macherinnen des Animationsfilms „A Rabbit’s Tale“. Außerdem feiert eine Mountainbike-Doku über die Überquerung der Zugspitze von Hustle Films Deutschland-Premiere.

Das Festival ist außerdem der Startschuss einer Aktion von Kinobetreiber Hohrath. Er wird zu bestimmten Langfilmen wieder einen Kurzfilm im Vorprogramm zeigen, wie es früher üblich war. Die Aktion steht unter dem Titel „Kurz-Vor-Film“. Ob es letztlich einen Kurzfilm der Woche oder einen Kurzfilm des Monats geben wird, ist noch nicht klar – jedenfalls soll das Festival den Startschuss geben. Die Finanzierung des Events will Schnorrer über drei Säulen stemmen. Zum einen hofft die studierte Filmwissenschaftlerin auf die Unterstützung der Stadt, zum anderen auf Sponsoren. Außerdem sollen durch die Eintrittsgelder die Kosten gedeckt werden.

Beim Kurzfilm-Festival werden beide Kinosäle bespielt. Pro Film-Block zahlen die Zuschauer 3,50 Euro. Es gibt aber auch Dreier- und Sechser-Karten für 9 beziehungsweise 15 Euro. Zur Veranstaltung soll es ein zweisprachiges Programmheft auf Deutsch und Englisch geben, das unter anderem mit Interviews und Beiträgen von Kulturschaffenden aus der Region bestückt sein soll.



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