Das Landratsamt hatte mehrmals davon berichtet, dass sich auch rückwirkende Änderungen durch Qualitätskontrollen ergeben können. Dies geschieht öfters und wohl in allen Landkreisen. Am Mittwoch führt das dazu, dass die offiziellen, gleichlautenden Meldungen von LGL und RKI für Dienstag den Wert „minus 1“ ausweisen. Der Landkreis hatte nämlich am Dienstag keine neue Infektion, und gleichzeitig wurde eine früher gemeldete Infektion aus den Fallzahlen herausgerechnet. Mit „minus 1“ geht die Gesamtzahl der Fälle von 8306 auf 8305 zurück. Den Tageswert „minus 1“ hatte das Landratsamt zuletzt am 26. Januar vermeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis sinkt nun von 58,2 auf 42,6 und liegt erstmals seit langem unter 50.
Die Situation in den Krankenhäusern im Rettungsdienstbereich, der die Stadt Amberg und die beiden Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf umfasst, hat sich weiter deutlich entspannt. Aktuell werden nur mehr neun Covid-Patienten auf Normalstationen und fünf auf Intensivstationen betreut. Im Landkreis Schwandorf wird seit Mittwoch nur mehr ein Covid-Patient intensivmedizinisch behandelt, und zwar im Krankenhaus Burglengenfeld.
Die beiden Behelfskrankenhäuser in Schwandorf und Oberviechtach werden aufgrund der aktuellen Pandemiesituation und der in den Kliniken deutlich zurückgehenden Patientenzahlen nicht mehr benötigt. Verschiedene Verträge, die auslaufen, werden deshalb nicht mehr verlängert. Dabei geht es zum Beispiel um einen Vertrag mit einer Wäscherei zur Vorhaltung von Wäsche (Kleidung für medizinisches Personal, Handtücher, Bettwäsche, etc.), der am 30. Juni auslaufen wird. Betroffen ist auch ein Telekommunikationsvertrag, mit dem die notwendige Versorgung mit Telefon und Internet gewährleistet war. Bei einer Bäckerei war Frühstück auf Abruf bestellt. Davon musste nie Gebrauch gemacht werden. Schließlich hat man aufgrund eines Hilfeleistungsantrags Betten von der Bundeswehr zur Verfügung gestellt bekommen. Auch dieser Vertrag läuft am 30. Juni aus.
In Schwandorf war das Behelfskrankenhaus in einem leerstehenden Bereich des Barmherzige Brüder Krankenhauses und in Oberviechtach in leerstehenden Stationen der Asklepios Klinik geplant. Dabei hatte das Landratsamt stets betont, dass diese Behelfskrankenhäuser erst dann in Betrieb gehen würden, wenn die bestehenden Krankenhäuser bis auf den letzten Platz gefüllt sind und Belegungsprobleme auch durch eine gesteuerte Verlegung von Patienten nicht mehr gelöst werden können. Von der Tendenz her wäre zuerst das Behelfskrankenhaus in Schwandorf in Betrieb gegangen, erst an zweiter Stelle das Behelfskrankenhaus in Oberviechtach. Die Planung der Behelfskrankenhäuser geschah zu einer Zeit, als Fernsehbilder aus Nachbarländern aufschreckten, auf denen zu sehen war, dass Patienten in Turnhallen und auf Fußböden behandelt werden mussten.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.