Schwandorf
10.03.2021 - 12:29 Uhr

Landkreis Schwandorf: Coronafälle in 30 von 33 Gemeinden

Im Landkreis Schwandorf gab es in den vergangenen sieben Tagen 299 neue Corona-Infektionen. In diesem Zeitraum trat das Virus in fast allen Landkreisgemeinden auf. Nur drei Kommunen melden keinen Fall.

Im Landkreis Schwandorf meldeten in den vergangenen sieben Tagen nur die Gemeinden Altendorf, Guteneck und Weiding keine neue Infektion mit dem Coronavirus. Symbolbild: Robert Michael/dpa
Im Landkreis Schwandorf meldeten in den vergangenen sieben Tagen nur die Gemeinden Altendorf, Guteneck und Weiding keine neue Infektion mit dem Coronavirus.

30 von 33 Landkreis-Gemeinden meldeten in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 299 Infektionen mit dem Coronavirus. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilt, ist lediglich aus Altendorf, Guteneck und Weiding kein Fall bekannt geworden.

"Dass aber auch aus dieser Feststellung keinerlei vermeintlicher Schutz vor einer Infektion abgeleitet werden darf, zeigt das Beispiel Thanstein eindrucksvoll", schreibt Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl weiter. Der Grund: In der 956 Einwohner zählenden Gemeinde gab es in der vor einer Woche veröffentlichten Übersicht keinen Fall. In dieser Wochenübersicht sind es nun 13 Fälle, was in Bezug auf die Gemeindegröße beachtlich sei.

Mit der Herausgabe der Wochenübersicht entspreche das Landratsamt einem vielfach an die Behörde herangetragenen Wunsch. "Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Feststellung, dass der Informationsgehalt der Verteilung auf die Gemeinden gering ist", unterstreicht Prechtl. Das habe den Grund, dass sich die meisten Bürger nicht nur in ihrer Gemeinde aufhalten und falls doch, dann auch in ihrer Gemeinde mit anderen Menschen in Kontakt kommen, die etwa aus beruflichen Gründen an einem anderen Ort tätig waren.

Andererseits werde zum Beispiel auch ein Corona-Erkrankter aus Nabburg, der in Schwandorf stationär behandelt wird, nach dem Wohnortprinzip in der Nabburger Statistik gezählt, obwohl er sich aktuell nicht dort aufhält. "Vorsicht bleibt deshalb die oberste Maxime, auch in den Gemeinden, in denen es aktuell keine Fälle zu geben scheint", unterstreicht Prechtl.

In der vergangenen Woche wurde vermeldet, dass in vier Gemeinden – Fensterbach, Stadlern, Steinberg am See und Thanstein – seit zwei Wochen keine Infektion aufgetreten sei. Das änderte sich in den vergangenen sieben Tagen: Alle vier Kommunen meldeten neue Fälle.

Statistisch betrachtet gab es laut Landratsamts-Sprecher Prechtl in den sieben Tagen vom 3. bis 9. März eine neue Infektion pro 495 Einwohner (148 105 Einwohner im Landkreis geteilt durch 299 Fälle). Der Anteil der britischen, leichter übertragbaren Mutation habe in der ersten Märzwoche bei 73,5 Prozent aller Fälle gelegen und sich damit gegenüber der zuletzt vermeldeten Quote von 64,6 Prozent nochmal gesteigert.

Deutschland und die Welt14.04.2021

Ein Blick auf die Impfungen: Zum Stand 2. März waren im Landkreis insgesamt 12 840 Impfungen verabreicht – 4830 davon durch mobile Teams, 6930 im Impfzentrum und 1080 in Krankenhäusern. In der Woche vom 3. bis 9. März kamen weitere 2160 hinzu (480 mobil und 1680 im Impfzentrum). "Alle verfügbaren Impfdosen werden sogleich verimpft. Im Landkreis Schwandorf liegen keine Impfstoffdosen auf Halde", betont Prechtl. Somit waren am 9. März insgesamt 15 000 Spritzen gesetzt.

Bei 5240 Personen ist die Impfserie durch die zweite Impfung abgeschlossen. Bislang erhielten laut Landratsamt 9760 Personen eine Spritze, was einer Impfquote von 6,59 Prozent entspricht.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.