11.05.2020 - 17:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Im Landkreis Schwandorf wegen Corona derzeit nur reduzierter Unterricht in den Schulen

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Von der Normalität ist das schulische Leben im Landkreis Schwandorf noch ein Stück entfernt. Aber immer mehr Mädchen und Jungen kehren in ihre Klassenzimmer zurück. Die Jüngsten müssen hingegen noch warten.

Die Mädchen und Jungen nehmen die Maskenpflicht in der Pause durchaus ernst. Unser Bild entstand am Montag auf dem Sportplatz der Schwarzenfelder Grund- und Mittelschule, der derzeit als großräumiger Pausenhof dient.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die vermutlich einzigen, die heuer noch keinen Tag zu Hause geblieben sind, sind manche Schulleiter. „Die Schulleitung war immer besetzt,“ versichert beispielsweise der Schwarzenfelder Rektor Siegfried Seeliger und er meint damit besonders den Zeitraum seit dem 16. März, als der Unterricht für alle ausgesetzt wurde.

Vor zwei Wochen, also am 27. April, kam dann wieder Leben ins Schulhaus, als die neunten Klassen, beziehungsweise in Schulen mit M-Zug auch die zehnten Klassen, von neuem antraten. Bei diesen jungen Leuten geht es um die Vorbereitung der Prüfungen.

Seeliger erzählt, dass man die beiden neunten Klassen seiner Schule in jeweils zwei Gruppen aufgeteilt habe, die zwischen 7.55 und 11.20 Uhr unterrichtet werden; Pause inklusive. Die wird auf dem benachbarten Sportplatz der Schule verbracht, wo es rein theoretisch kein Problem mit dem Hygieneabstand gibt. Trotzdem gilt dort Maskenpflicht – anders als im Unterricht. Denn das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht sei grundsätzlich nicht erforderlich, heißt es vonseiten der Schulverwaltung. Nach wie vor gelte: Die wichtigste und effektivste Maßnahme sei – neben der Händehygiene und dem Einhalten der Husten- und Niesregeln – das Abstandhalten von mindestens 1,5 Meter.

Außerhalb des Unterrichts jedoch sind alle an der Schule Tätigen sowie Schüler und Besucher angehalten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, da der empfohlene Abstand nicht in allen Situationen über organisatorische Maßnahmen gewährleistet werden könne.

Wie Schulamtsdirektorin Renate Vettori informiert, sind derzeit rund 50 Prozent aller Schüler wieder in den Klassen– wenn auch mit reduzierter Stundenzahl. Denn es werden pro Tag lediglich drei Stunden Unterricht erteilt. „Das ist nicht leicht für manche Eltern“, ist sie sich klar. Bis alle Schüler wieder Unterricht bekommen, dauert es noch einen Monat. Erst mit dem Ende der Pfingstferien gilt die Schulpflicht wieder für jede und jeden.

Seit zwei Wochen sind die Neunt- und Zehntklässler wieder in den Schulen, weil es bei ihnen um die Vorbereitung der Abschlussprüfungen geht.
Aktuelle Zahlen:

Laut Schulamtsdirektorin Renate Vettori befinden sich im Landkreis Schwandorf an den Mittelschulen seit zwei Wochen 718 Mädchen und Jungen der Abschlussklassen 9 und 10 wieder im Unterricht; dazu kamen am Montag dieser Woche 518 Schüler der 8. Klassen. In der kommenden Woche werden auch die 456 Fünftklässler wieder beschult.

Die Grundschulen werden seit Montag von 1184 Kindern der 4. Klassen besucht; in der nächsten Woche kommen 1233 Erstklässler dazu. Alle anderen Grund- und Mittelschüler finden sich erst nach den Pfingstferien am 15. Juni wieder in ihren Klassenzimmern ein.

Wenn der Unterricht nicht im Klassenzimmer erfolgt

Pfreimd

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