26.10.2018 - 14:59 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Licht fürs Regensburger Tor

Geschmäcker sind verschieden. Im Bauausschuss fällt die Entscheidung dann aber doch einstimmig, wie das nicht mehr vorhandene Regensburger Tor Lichtpunkte setzt.

Mit diesem Lichtkonzept erinnert die Stadt an den Standort des Regensburger Tores.
von Irma Held Kontakt Profil

Die Mitglieder trafen sich zunächst am Reiner-Eck, um sich über den Baufortschritt in der Friedrich-Ebert-Straße zu informieren. Nach den Worten von Tiefbauamtsleiter Roland Stehr sind die im Mai in Angriff genommenen 100 Meter weitgehend fertig. Offene Restbereiche lägen nicht an der Stadt. Am Reiner-Eck zum Beispiel habe der Hausbesitzer noch neue Leitungen und Anschlüsse verlegt. "Wir hoffen, dass bis Jahresende alles soweit fertig ist", sagte Stehr

Für das Teilstück bis zur Bahnhofstraße, wo noch kräftig geschaufelt und gebaggert wird, ist eine Freigabe für Ende November geplant. Oberbürgermeister Andreas Fell zollte den Bauarbeitern hohen Respekt, unter anderem auch für Pflasterarbeiten bei mindestens 35 Grad. An Ort und Stelle erläuterte Jochen Baur vom gleichnamigen Architektur- und Stadtplanungsbüro in München kurz die Überlegungen auch mittels Beleuchtung auf das nicht mehr vorhandene Regensburger Tor aufmerksam zu machen. Das Lichtkonzept bestand aus neun Vorschlägen.

Der Standort dürfte etwa im Bereich der Hausnummern 18 und 20 gewesen sein. Es stand auf jeden Fall zwischen den Einmündungen von Schwaiger- und Bahnhofstraße. Im Straßenbelag, so Baur, werde mit altem Granit eine Art Fundament angedeutet.

Für die Illumination machte er mehrere Vorschläge und wies darauf hin, dass Abspannungen mit Leuchten wie sie noch über der Friedrich-Ebert-Straße zu sehen sind, wegen des Fahrzeugverkehrs mindestens fünf Meter hoch hängen müssen. Gleich an Ort und Stelle riet Franz Radlinger (CSU) von dieser Möglichkeit ab und stieß bei SPD und UW auf offene Ohren. Jochen Glamsch (UW) favorisierte bereits die später einstimmig beschlossene Variante 9.

Im Sitzungssaal des Rathauses stellte Baur noch einmal anschaulich und ausführlich sämtliche Entwürfe vor. Die gern gesehenen Bodenstrahler würden im Grunde die Fassaden an- und die Straße kaum ausleuchten. "Der Fußgänger wird geblendet sein und wenig mitkriegen, worauf er läuft." Baur ist nach wie vor davon überzeugt, "dass man eine Beleuchtung auch aufhängen kann".

Nicht so der Bauausschuss. Sowohl Radlinger als auch Alfred Braun für die SPD machten sich für Beleuchtung am Boden stark, "ob Strahler oder Leiste", so Braun, man könne mit beidem leben. Glamsch stellte die grundsätzliche Frage: "Wer von den Schwandorfern weiß denn, was wir hier beleuchten?" Wer es nicht weiß, soll aufgeklärt werden. An einem der Häuser werde eine Tafel angebracht. Alfred Damm (ÖDP) blieb für die Ausschussgemeinschaft bei Variante 5 um den Torcharakter hervorzuheben. Hier wurden schräg an den Hausfassaden jeweils vier Stableuchten angebracht und beidseitig Lichtleisten am Boden.

Der Oberbürgermeister fassre abschließend zusammen: "Die Variante 9 ist nicht zu modern." Sie sei am besten als Kompromiss geeignet. Die Entscheidung fiel dann einstimmig. Das bedeutet, dass an den Hauswänden jeweils zwei Wandleuchten angebracht werden. Auf der Straße verlaufen entlang der angedeuteten Fundamente Lichtstreifen.

Die Mitglieder des Bauausschusses besichtigten vor der Sitzung im Rathaus den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße.

Wer von den Schwandorfern weiß denn, was wir hier beleuchten?

Jochen Glamsch (UW)

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