Schwandorf
26.01.2022 - 17:22 Uhr

Massive Zunahme der Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf

Kaum war die Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf über 500 gestiegen, beträgt sie inzwischen gar schon über 600. Die Tendenz zeigt weiter nach oben, nachdem die neu gemeldeten Fälle auf Tagesrekordniveau liegen.

Symbolbild: Christophe Gateau

Anfang der Woche ging die Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf über 500, inzwischen liegt sie bereits über 600, und zwar deutlich. Nach 503,1 am Montag und 576,5 am Dienstag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch den Wert 641,2. Ursächlich für diesen Anstieg sind die 266 neuen Fälle vom Dienstag, die für den Bereich des Schwandorfer Gesundheitsamtes einen Tagesrekord darstellten. Am Mittwoch haben das Amt zunächst 265 Erstmeldungen (Stand gegen 17 Uhr) erreicht. Die Gesamtzahl der Infektionen hat damit eine weitere Tausenderschwelle überschritten. Genau 18 101 Infektionen weist die Statistik für das Landkreisgebiet von Schwandorf im Moment aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird am Donnerstag weiter ansteigen, da aufgrund der vielen Neu-Infektionen mehr Fälle in den Sieben-Tage-Zeitraum hinein zu rechnen sein werden, als acht Tage zurückliegend wieder herausfallen.

Verstorben mit dem Coronavirus ist ein 92-jähriger Heimbewohner, der geboostert war. Die Zahl der mit oder an Covid-19 Verstorbenen steigt damit auf 239.

Die bestätigten Omikron-Fälle sind, obwohl nicht mehr bei allen positiven PCR-Testungen ein routinemäßiges Mutationsscreening erfolgt, auf 777 angestiegen. Mit einem Rundschreiben zum Vorgehen bei Infektionsfällen im Schulsetting in der sogenannten Omikronwelle hat sich das Landratsamt am Mittwoch an alle Erziehungsberechtigten und volljährigen Schüler gewandt. "Wie auch Nachbarlandkreise müssen auch wir aufgrund des deutlichen Anstiegs der Zahl der täglichen Neuinfektionen von den standardmäßigen, ausschließlich durch das Gesundheitsamt durchgeführten Ermittlungen abweichen", teilte die Behörde dazu mit. Sollte die Zahl der Infektionsfälle binnen einer Woche in einem Klassenverband zwei übersteigen, ist die gesamte Klasse mit der Ankündigung der Notwendigkeit der Quarantäne nach Hause in Absonderung zu senden. Für den Bereich der Kindertagesstätten befindet sich ein vergleichbares Rundschreiben in der Abstimmungsphase.

Der am Montag mitgeteilte Ausbruch im Marienheim in Neunburg vorm Wald weitet sich aus. Betroffen sind jetzt 46 Bewohner und 25 Mitarbeiter. Von insgesamt sechs Bewohnern, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, konnten drei wieder ins Heim zurückverlegt werden. Einzelne Fälle sind laut Landratsamt auch in anderen Heimen identifiziert worden. Dort bereits von einem Ausbruch zu sprechen, verbiete sich aber.

Das Landratsamt haben nach eigenen Angaben einige Beschwerden erreicht, wie die verfügten Lockerungen für Kultur- und Sportveranstaltungen mit dem hohen Infektionsgeschehen zusammenpassen. "Diese Frage haben aber nicht wir zu beantworten, da es sich insoweit um landesweite Vorgaben handelt", äußerte sich dazu Behördensprecher Hans Prechtl.

Oberpfalz25.05.2022
 
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