Im Bereich der Gemeinde Wackersdorf gab es im vergangenen Jahr 212 Verkehrsunfälle – ein Höchstwert im mehrjährigen Durchschnitt. Das geht aus Zahlen hervor, die der Leiter der Schwandorfer Polizeiinspektion, Reiner Wiedenbauer, beim alljährlichen Sicherheitsgespräch vorstellte. Wie aus einer Pressemitteilung der Gemeinde hervorgeht, bezeichnete er den Anstieg von 185 im Vorjahr auf 212 jedoch als nicht besorgniserregend. Zum einen seien Schwankungen im gewissen Rahmen normal, zum anderen müsse man die Qualität der Unfälle bewerten. So kam es in Wackersdorf laut Mitteilung vor allem zu einem Anstieg von Unfallfluchten beispielsweise nach Parkplatzremplern.
Ein Unfallschwerpunkt im Gemeindegebiet ist die Kreuzung der B 85 mit der Kreisstraße SAD 9 bei Heselbach – die sogenannte "Lohbauer-Kreuzung". Hierzu sagte Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter dass dieser Gefahrenpunkt bald entzerrt wird. „Anfang 2025 wird der Kreuzungsverkehr durch die Verlagerung der Abzweigung nach Steinberg am See deutlich übersichtlicher gestaltet", betonte er laut Mitteilung.
Ein Blick auf die Entwicklung bei den Straftaten. Hier bezeichnete der Schwandorfer Polizeichef die Sicherheitslage in Wackersdorf als sehr gut. Insgesamt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr 121 Straftaten. Diese Zahl liegt leicht unter dem Vorjahres- und dem mehrjährigen Durchschnittswert. Sie setzt sich laut Wiedenbauer aus unterschiedlichen Delikten wie Sachbeschädigungen, Diebstahl oder der sogenannten Gewaltkriminalität zusammen. Bei genauerer Betrachtung der Einzelfälle gebe es keinerlei Grund zur Besorgnis. 70 Prozent aller Fälle wurden aufgeklärt.
Ein Blick in die Nachbargemeinde Steinberg am See. Hier liegt die Zahl der Gesamtstraftaten bei 58 Fällen – und damit nur leicht über dem mehrjährigen Durchschnitt. „Kleinere Schwankungen sind völlig normal“, wird Wiedenbauer in der Mitteilung zitiert. Außerdem müsse man betrachten, was genau geschehen ist. So sei ein großer Teil des Anstiegs zum Beispiel auf Nachbarschaftsstreitigkeiten zurückzuführen. Der Polizeichef hob außerdem hervor, dass in die Statistik auch sämtliche Fälle des Steinberger Sees mit einfließen würden. Die Aufklärungsquote lag in Steinberg am See bei 81 Prozent – und damit deutlich über dem Durchschnitt der Oberpfalz und des Freistaats.
Wenn man sich die Entwicklung auf den Straßen ansieht, wird klar, dass die Gesamtzahl von 82 Unfällen genau im mehrjährigen Mittel liegt. Als besonders erfreulich bezeichnete es Wiedenbauer, dass es im Bereich der Gemeinde Steinberg am See wiederholt keine tödlichen Verkehrsunfälle gab. Stolz sei man auch auf die Null bei den Geschwindigkeitsunfällen: Der Kontrolldruck durch die Polizei zeige Wirkung.
Zahlen aus dem Sicherheitsbericht
- Wackersdorf: 121 Straftaten, 212 Verkehrsunfälle, Aufklärungsquote 70 Prozent.
- Steinberg am See: 58 Straftaten, 82 Verkehrsunfälle, Aufklärungsquote 81 Prozent.













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