13.12.2019 - 10:23 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mieschala will in Stichwahl

Die Unabhängigen Wähler (UW) setzen sich in Schwandorf hohe Ziele: Kurt Mieschala will als Oberbürgermeister-Kandidat mindestens in die Stichwahl. Er fordert ein klares Schulkonzept.

Die „Unabhängigen Wähler“ nominierten die Listenbewerber für die Stadtratswahlen. Sitzend von links die Spitzenkandidaten Klaudia Seegmüller, Peter von der Sitt, Kurt Mieschala, Myriam Rödl und Dr. Jochen Glamsch.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Aus dem Stand heraus errangen die „Unabhängigen Wähler“ 2014 drei Stadtratsmandate und erzielten mit dem OB-Kandidaten Kurt Mieschala einen Achtungserfolg. Im zweiten Anlauf sind ihr Ziele weitaus ambitionierter. Der 51-jährige Rechtsanwalt Kurt Mieschala möchte bei der Wahl zum Oberbürgermeister „auf jeden Fall in die Stichwahl“ kommen. Auch bei der Zahl der Stadtratssitze will die Gruppierung deutlich zulegen.

Der Blick auf die Bewerberliste, die er bei der Nominierungsversammlung am Mittwoch im Gasthaus Großer präsentierte, stimmt den Spitzenkandidaten zuversichtlich. „Wir haben eine gute Mischung aus Männern und Frauen unterschiedlicher Berufsschichten gefunden“, ist Kurt Mieschala überzeugt. Das Durchschnittsalter betrage 47 Jahre.

17 Mitglieder des eingetragenen Vereins waren stimmberechtigt und kürten zunächst Kurt Mieschala zum Oberbürgermeisterkandidaten. Der Stadtrat blickte auf eine 23-jährige Zugehörigkeit zum Schwandorfer Kommunalparlament zurück, in dem er eine Periode lang auch zweiter Bürgermeister war. Der gebürtige Schwandorfer tritt für eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität in seiner Heimatstadt ein. Dazu gehöre die Belebung des Stadtparks, Nachjustierungen bei der Verkehrsführung in der Innenstadt, der Bau einer zweiten Naabbrücke und die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen für die Einzelhändler und die Gastronomie.

Für erforderlich hält Kurt Mieschala ein neues Konzept für die Grund- und Mittelschulen, denn: „Ein tragfähiges, zukunftsweisendes Schulkonzept ist als Daseinsvorsorge ein wichtiger Baustein für eine familienfreundliche Stadt“. Was Schwandorf noch brauche, sei „eine bürger- und unternehmerfreundliche Verwaltung“. Der Bürger soll sich mit seinen Anliegen „dort gut aufgehoben fühlen“. Verwaltungsvorgänge müssten transparent und zeitnah erledigt werden. Der Oberbürgermeister leite die Verwaltung der Stadt mit 300 Mitarbeitern. Als Jurist bringe er die besten Voraussetzungen mit zur Führung einer Behörde, „in der täglich Verwaltungsvorgände und Rechtsangelegenheiten vorfallen“. Der Fachanwalt für IT-Recht und Arbeitsrecht würde sich im Falle einer Wahl auch im Verwaltungsrecht fortbilden, um sich seine eigene Meinung bilden zu können. Anfang Februar werden die Unabhängigen Wähler mit dem Wahlkampf beginnen und jeden Dienstag und Donnerstag in den Ortsteilen Versammlungen abhalten.

Die Stadtratskandidaten der UW Schwandorf:

Mieschala an der Spitze

1. Kurt Mieschala (51, Rechtsanwalt), 2. Peter von der Sitt (61, Förderlehrer), 3. Klaudia Seegmüller (61, Wirtschaftsfachwirt), 4. Jochen Glamsch (43, Zahnarzt), 5. Myriam Rödl (42, Seminarrektorin), 6. Sebastian Grassl (32, Projektleiter), 7. Bernhard Graf (38, Geschäftsführer), 8. Josef Feiler (42, Geschäftsführer), 9. Dieter Lederer (48, Online-Redakteur), 10. Peter Leibl (60, Bundespolizeibeamter), 11. Barbara Obermeier (60, Hausfrau), 12. Klaus-Peter Laackmann (44, Oberstleutnant), 13. Michael Mieschala (47, Steuerberater), 14. Sabine Falter (54, Rechtsanwaltsfachangestellte), 15. Tilo Lankes (54, Industriekaufmann), 16. Veronika Zirngibl (33, Physiothrapeutin), 17. Dieter Kreuzwieser (Busunternehmer), 18. Ursula Frank (67, Büroangestellte), 19. Stephan Valenti (38, Netzwerkunternehmer), 20. Nina Steinshorn (24, Krankenpflegerin), 21. Tobias Mandl (44, Schulleiter), 22. Christoph Schlayer (31, Polizeibeamter), 23. Bettina Zinnbauer (43, Bürokauffrau), 24. Walter Geyer (54, Geschäftsführer), 25. Norbert Frank (52, Zahnarzt), 26. Dominic Hösl (27, Betriebswirt), 27. Stefan Golombeck (51, Handelsfachwirt), 28. Alexander Niessl (51, Beamter der Polizei), 29. Thomas Goldfuss (53, Geigenbaumeister), 30. Stefan Mailli (42, Rentner). (rhi)

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