Schwandorf
16.10.2018 - 17:25 Uhr

Millionen für die Waldfabrik

Die "Horsch Maschinen GmbH" investiert in den nächsten zwei Jahren 23 Millionen Euro am Standort Schwandorf-Sitzenhof: 14 Millionen in die "Waldfabrik", und den Rest ins "Agricultural Centre für Innovation" (ACI) sowie eine Lackieranlage.

Claudia Donhauser (links) und Cornelia Horsch (rechts) vollzogen symbolisch den Spatenstich für die "Waldfabrik" am Standort Schwandorf-Sitzenhof. Bild: Hirsch
Claudia Donhauser (links) und Cornelia Horsch (rechts) vollzogen symbolisch den Spatenstich für die "Waldfabrik" am Standort Schwandorf-Sitzenhof.

Nördlich der bestehenden Logistik- und Montagehallen baut der Hersteller landwirtschaftlicher Geräte eine Produktionshalle mit 3600 und eine Logistik-Halle mit 4600 Quadratmetern. Gleichzeitig entsteht eine 4200 Quadratmeter große Lagerfläche im Außenbereich, die dazu dient, die Anlieferungen der regionalen Zulieferer für die Produktion zwischenzulagern. Die "Waldfabrik" bietet nach ihrer Fertigstellung eine Montagekapazität von 220 Millionen Euro Jahresumsatz. Im Bereich der beiden Hallen plant das Unternehmen ferner neue Büro-, Sozial- und Fitnessräume für 54 Mitarbeiter, die dort einziehen werden.

In den Büros entstehen neue Stellen für die Bereiche Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Produktionssteuerung. Die Fertigstellung für diesen ersten Bauabschnitt der "Waldfabrik" ist für den Spätsommer 2019 geplant. "Die neue Fabrikanlage fügt sich gut in die Umgebung ein und stört keine Nachbarn", begründet Cornelia Horsch die Wahl des Standortes im nördlichen Bereich des Firmengeländes.

Die Geschäftsführerin kündigte am Dienstag beim Spatenstich in einem zweiten Bauabschnitt für 2019 die Errichtung einer neuen Lackiererei an. Das Gebäude kostet drei, die Lackieranlage vier Millionen Euro. "Sie wird mit neuesten Umweltstandards nach dem Pulverfahren betrieben und erzeugt nur minimale Abfälle und Emissionen", versichert Cornelia Horsch. Nach der Fertigstellung werde das Unternehmen das Lackierverfahren vom Werk in Ronneburg nach Schwandorf verlagern, um am Standort in Thüringen neue Kapazitäten zu schaffen und den Lkw-Verkehr zwischen den beiden Standorten zu verringern.

Die Baumaßnahmen am Gebäude des "Agricultural Centre for Innovation" sind in vollem Gange. Das Entwicklungs- und Forschungsgebäude wird um einen Anbau für 50 weitere Mitarbeiter erweitert. Das Investitionsvolumen beläuft sich hier auf rund zwei Millionen Euro. Dort finden künftig weitere Ingenieure, Konstrukteure, Elektronik-Spezialisten und Softwareentwickler eine moderne Arbeitsumgebung vor. Der Bau wird Mitte 2019 fertig sein.

Nach Abschluss aller Arbeiten im Sommer 2020 sind dann rund 23 Millionen Euro am Firmenstammsitz Schwandorf-Sitzenhof investiert und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. 2017 stieg der Umsatz auf den Rekordwert von 356 Millionen Euro (plus 19 Prozent). Weltweit beschäftigt das Familienunternehmen 1600 Mitarbeiter.

Claudia Donhauser vom gleichnamigen Bauunternehmen zollte dem unternehmerischen Mut der Firma Horsch Respekt, bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach eine zeit- und bedarfsgerechte Umsetzung der Pläne. "Wir freuen uns, dass es der Firma Horsch gut geht", sagte die Geschäftsführerin des Bauunternehmens, ehe sie Cornelia Horsch einen Spaten überreichte. Ihn ergriffen anschließend die am Bau beteiligten Firmenvertreter, um symbolisch den Baubeginn einzuleiten. Dabei war auch OB Andreas Feller, der zu dieser weiteren Expansion gratulierte.

 
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