02.08.2019 - 17:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Minister als Taufpate für Boot

Am Vormittag hält sich Hubert Aiwanger noch in London an der Themse auf. Am Nachmittag kommt er an den Eixendorfer See, um das neue Boot der Wasserwacht auf den Namen "Hubert" zu taufen. Hier gefällt es dem Wirtschaftsminister viel besser.

Pfarrer Stefan Wagner segnete den neuen Transporter der Marke "Amarok" (rechts) und das Schlauchboot (links) "Hubert" (links).
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Neunburger Wasserwacht-Ortsgruppe hat 350 Mitglieder und zählt zu den aktivsten im Landkreis. Vorsitzender Stefan Dirnberger hieß am Freitag zur Bootstaufe zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Rettungsdienste willkommen. Seine Einladung auf das Gelände des Neunburger Yachtclubs hatte einen doppelten Grund. Die Ortsgruppe weihte das neue Schlauchboot ein, das der Freistaat Bayern gemäß des Rettungsdienstgesetzes zur Verfügung stellte. Gleichzeitig stellte Stefan Dirnberger das neue, 40 000 Euro teure Einsatzfahrzeug der Marke "Amarok" vor, das die Ortsgruppe komplett aus Eigenmitteln finanzierte.

Der Vorsitzende bedankte sich bei zahlreichen Sponsoren für die Unterstützung. Die Stadt steuerte 10 000 Euro bei. Bürgermeister Martin Birner stellte den Mitgliedern außerdem den Bau einer Garage für das Boot in Aussicht. Mit dem "Allrad-Amarok" können die Einsatzkräfte nun Personen und Material auch auf unwegsamem Gelände befördern, betonte der Vorsitzende.

Für den stellvertretenden BRK-Kreisvorsitzenden Franz Schindler sind die Leute wichtig, "die hinter der Technik stehen". Und von denen hat er eine hohe Meinung. "Wir wissen euren ehrenamtlichen Einsatz schon zu schätzen", sagte Franz Schindler und wandte sich damit an die Aktiven. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Wasserwacht Niederbayern/Oberpfalz, Reinhard Hösl, appellierte an die Politiker, die Hallen- und Freibäder zu erhalten und zu sanieren, "damit wir den Kindern das Schwimmen beibringen können".

WW-Kreisvorsitzender Wolfgang Dantl lobte in diesem Zusammenhang die Stadt Neunburg vorm Wald, für die der Erhalt der beiden Bäder nicht zur Disposition stehe. Für Bürgermeister Martin Birner ist eine gute Ausstattung der ehrenamtlichen Rettungskräfte eine Selbstverständlichkeit. Die Wasserwacht zählt er zu den wichtigen Gliedern in der Kette der Hilfsorganisation in der Stadt. Die Ortsgruppe beteilige sich an der Schwimmausbildung der Kinder, organisiere regelmäßig das 24-Stunden-Schwimmen, sei Partner im Konzept der Ganztagesschule und übernehme bei Großveranstaltungen Sicherheitsaufgaben.

Stadtpfarrer Stefan Wagner segnete die beiden Fahrzeuge und wünsche einen unfallfreien Einsatz. Stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger zeigte kein Verständnis für Leute, die Rettungskräfte beschimpfen und Einsätze behindern.

"Von denen war bestimmt niemand bei der Wasserwacht", zeigte sich der Wirtschaftsminister überzeugt. Er hält jeden Euro, den Staat und Kommune in Hilfsorganisationen steckten, "für gut angelegtes Geld". Mit Bier taufte der Minister das Schlauchboot auf den Namen "Hubert" und drehte anschließend am Steuer des Rettungsbootes "Flo" der Wasserwacht Nabburg eine Runde um den See.

Das Nabburger Rettungsboot "Flo" drehte eine Runde auf dem Eixendorfer See. Am Steuer saß Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Mit im Boot saßen Bürgermeister Martin Birner und Vertreter der Wasserwacht.
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