21.03.2020 - 10:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Museumssaison und Kulturstadt noch nicht abgeschrieben

Aufgeschoben heißt noch nicht ganz aufgehoben. Unter dieser Prämisse arbeiten der Leiter des Freilandmuseums Neusath-Perschen Tobias Hammerl und die Leiterin des CeBB in Schönsee Veronika Hofinger weiter am Programm.

von Irma Held Kontakt Profil

Beide Einrichtungen wollten am Wochenende starten: Das Freilandmuseum in die neue Saison und das CeBB zusammen mit Schwandorf ins Kulturstadtjahr 2020.

Kernbotschaft

Der Kulturstadtpavillon der am Samstag, 21. März, eröffnet werden sollte, bleibt, wo er ist - auf dem Gelände des Schwandorfer Bauhofs. "Vor dem Hintergrund, dass schwer abzusehen ist, wann es losgeht," erklärt Veronika Hofinger. Prognosen zum Beginn des Kulturstadtjahres wagt sie nicht. "Die Eröffnung wie sie auf dem oberen Marktplatz geplant war, werden wir in dieser Form nicht nachholen." Eine Alternative werde es geben. "Für mich ist die Woche der Nachbarn ganz entscheidend", blickt sie nach vorn. Von diesen Tagen in der zweiten Maihälfte werde die Kernbotschaft ausgesendet.

Eine denkbares Szenario wäre die Verlängerung des Kulturstadtjahres bis in den Herbst hinein oder sogar bis Weihnachten. Für so manche abgesagte Veranstaltungen könnten dann Ersatztermine angeboten werden. "Wir sind auch von der Situation in Tschechien abhängig", sagt Hofinger, denn von dem Miteinander lebe diese Idee.

Die Museumskirwa im Juni nennt Tobias Hammerl als möglichen Termin, um die ausgefallene Eröffnung der Museumssaison in Neusath-Perschen nachzuholen. Verzichten möchte er auf einen wie immer gearteten Event mit geladenen Gästen nicht, denn dieser sei ein Multiplikator.

"Das ist eine komische Situation, weil alles geplant ist," sagt er. Nach einem Festakt am Freitag wäre unter normalen Bedingungen das Gelände ab diesem Wochenende für die Bevölkerung geöffnet. Da alle Veranstaltungen und Führungen bis zum Ende der Osterferien ausfallen, würden jetzt Museumsangestellte daran arbeiten, digitale Kanäle mit Infos zu Objekten zu bespielen. "Der Betrieb muss wegen der Tiere aufrecht erhalten werden." Das sei entsprechend zu organisieren.

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