31.08.2018 - 13:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neonazis im Blick

Bildungsreferent Jan Nowak referiert bei Veranstaltung der Partei "Die Linke" ‒ Renner muss absagen

Rechtsextremismus-Experte Jan Nowak sprach bei einer Veranstaltung der „Linken“ über die Neonazi-Szene in Schwandorf.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) Aus der "Kameradschaft Schwandorf" hat sich die "Prollcrew" entwickelt, eine Gruppe von Aktivisten, die konspirative Treffen organisiert und völkisch-nationalistisches Gedankengut verbreitet. So zumindest nimmt Jan Nowak die Entwicklung der Neonaziszene in Schwandorf wahr. Der Publizist und Bildungsreferent erläuterte am Mittwoch im Landgasthof Obermeier bei einer Veranstaltung der Partei "Die Linke" die Ziele der Rechtsextremisten, "die den Wertepluralismus einer liberalen Demokratie ablehnen". Sie propagierten den "Bevölkerungsaustausch" und den "Niedergang des deutschen Volkes", so Jan Nowak.

Anlass der Veranstaltung waren die Ausschreitungen in Chemnitz, an denen sich auch Mitglieder der ostbayerischen Neonaziszene beteiligt haben sollen. Die Linken-Vertreter Eva Kappl und Marius J. Brey hatten zum Info-Abend auch die Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für antifaschistische Politik in der Linken-Fraktion, Martina Renner, erwartet. Doch die stellvertretende Parteivorsitzende hatte kurzfristig eine Einladung zum Fernseh-Talk mit Sandra Maischberger erhalten und musste deshalb absagen. Ostbayern sei in den vergangenen Jahren immer stärker zum Aktionsgebiet neuer extrem rechter Akteure geworden, stellte Jan Nowak fest. Vor allem die neonazistische Partei "Der dritte Weg" treibe in der Region ihr Unwesen. Aufklärung sei dringend geboten.

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