09.06.2020 - 09:24 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neue Abgesandte des Landkreises Schwandorf

Zu der bekanntesten Form kommunaler Zusammenarbeit zählt der Zweckverband. Er ist ein Zusammenschluss, mit dessen Hilfe unter anderem der Landkreis Aufgaben bewältigen will, etwa den Betrieb der Müllverbrennung oder des Rettungsdienstes.

Das Müllkraftwerk Schwandorf ist mit seinen vier Ofenlinien rund um die Uhr in Betrieb, um die Abfälle aus dem großen Verbandsgebiet zu entsorgen. Die Entscheidungen für das Werk fallen in letzter Instanz im Zweckverband „Müllverwertung Schwandorf“, in den der Landkreis Schwandorf zwei Vertreter schickt.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der Schwandorfer Kreistag hat Verbandsräte für folgende fünf Zweckverbände bestellt: Freizeit- und Erholungszentrum Perschen, Müllverwertung Schwandorf, Sparkasse im Landkreis Schwandorf, Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg sowie Tierkörper- und Schlachtabfallbeseitigung Plattling.

In den Zweckverband „Freizeit- und Erholungszentrum Perschen“ wurden vier Verbandsräte entsandt. Die vom Kreistag bestellten Verbandsräte dürfen nicht zugleich Mitglieder des Stadtrates Nabburg oder Pfreimd sein. Für die CSU gehen Bürgermeister Hans Wilhelm (Guteneck) und Manfred Rodde (Schwarzenfeld) in den Zweckverband, für die SPD Franz Brunner (Maxhütte-Haidhof) und für die Freien Wähler Maria Schlögl (Wernberg-Köblitz).

Für den Zweckverband „Müllverwertung Schwandorf“ waren zwei Verbandsräte zu bestellen. Es sind der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller, der für die CSU im Kreistag sitzt, und der aus Bruck stammende Landtagsabgeordnete Joachim Hanisch, der als Freier Wähler dem Schwandorfer Kreistag angehört. In der vorhergehenden Wahlperiode war statt eines Freien Wählers ein SPD-Vertreter im Zweckverband.

Gleich zehn Verbandsräte aus dem Kreistag sitzen im Zweckverband „Sparkasse im Landkreis Schwandorf“. Neu ist dabei, dass die Freien Wähler diesmal zwei statt einen Verbandsrat stellen. Auf der Strecke blieb dafür der Verbandsrat des Zusammenschlusses JW, BL NBB und BWG/UW, den es dieser Form nicht mehr gibt. Und so sieht die Liste der Entsendeten aus: für die CSU Landtagsabgeordneter Alexander Flierl (Oberviechtach), Bürgermeister Thomas Falter (Wackersdorf), Bürgermeister Konrad Kiener (Wernberg-Köblitz) und die Fraktionsvorsitzende der Christsozialen im Kreistag, Martina Englhardt-Kopf (Schwandorf); für die SPD deren Fraktionsvorsitzender Peter Wein (Burglengenfeld) und Franz Schindler (Schwandorf); für die Freien Wähler MdL Joachim Hanisch (Bruck) und Heinz Weigl (Oberviechtach); für die ÖDP Heidi Eckl (Nabburg); sowie für die Grünen deren Fraktionssprecher Rudi Sommer (Bruck).

Neuer Schwandorfer Kreistag nimmt Arbeit auf

Schwandorf

Für den Zweckverband für „Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg“ waren drei Verbandsräte zu bestellen. Es wurden Hans Graßl aus Dieterskirchen für die CSU, Armin Schärtl aus Nabburg für die SPD und Dieter Jäger aus Schwandorf für die Freien Wähler.

In den Zweckverband für „Tierkörper- und Schlachtabfallbeseitigung Plattling“ entsendet der Landkreis Schwandorf eigentlich den Landrat. Die Aufgabe erfüllt aber stellvertretend Brigitte Birzer, die Leiterin der Abteilung 1–Zentrale Angelegenheiten im Landratsamt Schwandorf.

Für den Landkreis Schwandorf besteht eine Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. Ihre Aufgabe ist die Zusammenarbeit der Träger der Sozialhilfe mit den Kirchen und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege. Seit der Auflösung des Sozialhilfeausschusses soll die Arbeitsgemeinschaft verstärkt für die Abstimmung zwischen dem Landkreis als Sozialhilfeträger und den Verbänden genutzt werden. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören vier Vertreter der Kreistagsfraktionen an: Maria Steger (CSU, Teublitz), Ulrike Roidl (SPD, Schwandorf), Dieter Jäger (Freie Wähler, Schwandorf) und Marion Juniec-Möller (Grüne, Schwandorf).

Im Regionalen Planungsverband Oberpfalz-Nord sitzen Landrat Thomas Ebeling (CSU), sein Stellvertreter Richard Tischler (Freie Wähler, Pfreimd) und für die SPD Karl Bley (Nittenau).

Hintergrund:

Maria-Scharl-Stiftung

Maria Scharl ist am 25. Januar 2004 im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Nachlass der sparsam und bescheiden lebenden Frau war beträchtlich. Barvermögen, Häuser in der Schwandorfer Innenstadt, Baugrundstücke und Waldflächen summieren sich auf einen Wert von 560 000 Euro. Im Jahr 2005 wurde ihr Letzter Wille erfüllt und eine Stiftung ins Leben gerufen, die Projekten von Caritas und BRK im Landkreis zugute kommt.

Der Landkreis Schwandorf beruft gemäß Stiftungssatzung der Maria-Scharl-Stiftung ein Mitglied des Stiftungsvorstandes. Seit Errichtung der Stiftung im Jahr 2005 war dies Marianne Schieder (SPD). Der neue Kreistag hat nun den Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) in den Stiftungsvorstand berufen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.