06.07.2021 - 10:29 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neuer Computertomograph für das Schwandorfer Krankenhaus

Gerade in Corona-Zeiten hat die Radiologie eine tragende Rolle eingenommen. Im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf spüren die Ärzte mit Hightech-Geräten die Geheimnisse im Körperinneren auf.

Bereichsleitung Marion Huf und Medizinisch-Technische Radiologieassistentin Nemanja Radasinovic bereiten eine Patientin auf eine MRT-Untersuchung vor.
von Externer BeitragProfil

Nur Röntgen, das war einmal. Dr. Carsten Nigbur, Standortleiter Radiologie am Krankenhaus St. Barbara Schwandorf, und seine Kollegin Dr. Petra Braun, ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums Radiologie als Teil des „MVZs im Park“ blicken auf die von Corona geprägten vergangenen arbeitsintensiven Monate zurück. Die Pandemie hat die Arbeit ihres 19-köpfigen Teams laut einer Mitteilung des Krankenhauses stark beeinflusst – im Guten, wie im Schlechten.

Kurz bevor die Corona-Pandemie das Leben der Menschen auch in Schwandorf auf den Kopf stellte, standen die Zeichen in der Radiologie am Krankenhaus St. Barbara Schwandorf auf Veränderung. Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, wurde die radiologische Gemeinschaftspraxis von Professor Dr. Hans-Gerhard Zilch und Dr. Petra Braun, die auch eine Filialpraxis direkt im Klinikgebäude betrieben, zu Beginn des vergangenen Jahres vom Krankenhaus St. Barbara übernommen. Seitdem ist Dr. Petra Braun die ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums Radiologie. Hier werden ambulante radiologische Untersuchungen mit Computertomographie und Kernspintomographie sowie konventionelles Röntgen durchgeführt.

Auf die Krankenhaus-Radiologie hatte das laut Mitteilung zunächst keine Auswirkungen, da diese seit über zehn Jahren durch das Fachärzteteam von Dr. Niels Zorger, Chefarzt Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Verbundkrankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, betreut wird. Auch als die Leitende Medizinisch-Technische Radiologieassistenin Marga Rass altersbedingt am Jahresanfang den Stab an ihre Nachfolgerin Marion Huf übergeben hat, sah alles noch nach einem normalen Arbeitsjahr aus. Doch spätestens seit März 2020 mussten sich Ärzte, Medizinisch-Technische Radiologieassistenten und Medizinische Fachangestellte sowohl im stationären wie auch im ambulanten Aufgabenspektrum den Corona-bedingten Herausforderungen stellen.

Verschärfte Hygienemaßnahmen wurden eingeführt und Prozesse mehrfach optimiert. Der Begriff der „Covid-Lunge“ tauchte in den Medien auf und rückte die Radiologie stärker in den Fokus der Menschen. "Durch die Unterstützung des Freistaates Bayern konnte für das Corona-Schwerpunkt-Krankenhaus St. Barbara ein nagelneues Highend-CT beschafft werden, das in der Pandemie wertvolle Dienste geleistet hat", heißt es in der Mitteilung weiter. „Somatom go.Top“ heißt der Computertomograph, der Ende Juni vergangenen Jahres nach Schwandorf geliefert wurde. S

owohl Marion Huf als auch Dr. Braun und Dr. Carsten Nigbur berichten gerne von den hochauflösenden Bildern, die in allen drei Raumebenen vom menschlichen Körper gemacht werden können, von der Geschwindigkeit und der Präzision der Aufnahmen, dem dosissparenden Einsatz sowie den Möglichkeiten zur Nachrekonstruktion.

Während sich die zweite Corona-Welle in der Oberpfalz aufbaute, wurde Dr. Carsten Nigbur vom vormals nach Schwandorf entsandten Facharzt im Oktober zum Standortleiter ernannt. Er ist seither für die stationäre Radiologie am Krankenhaus St. Barbara verantwortlich und zugleich als Nachfolger von Professor Zilch auch ambulant im MVZ Radiologie tätig.

"Die Radiologie hat sich in der Pandemie aufgrund der permanenten technischen und fachlichen Entwicklungen als höchst anpassungs- und wandlungsfähig herausgestellt", teilt das Krankenhaus weiter mit. Sei die Radiologie noch vor 50 Jahren ein Nischenfach, das ursprünglich auf sperrige Schwarz-Weiß-Filme beschränkt war, gewesen, so sei sie heute gleichbedeutend mit Hightech. Radiologen seien aufgrund der technischen Neuerungen im Jahr 2021 nicht mehr nur Diagnostiker, sondern auch therapierende Ärzte. "Und wer das weiß, versteht auch, dass Radiologie heutzutage mehr ist als nur Röntgen", heißt es in der Mitteilung weiter.

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