Schwandorf
25.03.2019 - 15:52 Uhr

Östliche Trasse im Detail

Vergangene Woche hat der Netzbetreiber Tennet seinen favorisierten Korridor für den Süd-Ost-Link durch den Landkreis Schwandorf präsentiert. Am Montagmorgen geht es in der Oberpfalzhalle ins Detail.

Tennet-Mitarbeiter Andreas Herath gab zum Beginn der Veranstaltung noch einmal einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen, was den Süd-Ost-Link betrifft. Bild: Christopher Dotzler
Tennet-Mitarbeiter Andreas Herath gab zum Beginn der Veranstaltung noch einmal einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen, was den Süd-Ost-Link betrifft.

Geht es nach Andreas Herath, hat das Unternehmen Tennet seine "Hausaufgaben pflichtbewusst" erfüllt. Am Donnerstag ist in Regensburg der Vorschlagskorridor des Netzbetreibers vorgestellt worden. Tennet favorisiert den östlichen Korridor, der von Bubach aus westlich an Nabburg vorbei über den Mark Schwarzenfeld und an Schwandorf vorbei nach Nittenau führt (wir berichteten): Weil dort im Vergleich zu den anderen ins Auge gefassten Trassenverläufe laut dem Unternehmen weniger Waldgebiete, Wasserschutzgebiete und Bodendenkmäler vorkommen. Zudem bestünden stärkere Bündelungsoptionen - hauptsächlich mit bestehenden Freileitungen ab dem Bereich südlich von Schwandorf bis nach Altenthann. Für den Netzbetreiber ist die östliche Variante also die sinnvollste Route. "Das ist die Sichtweise der Firma Tennet, inklusive der Fachgutachten. Ich will aber nicht ausschlagen, dass es anderslautender Sichtweisen gibt", erklärte Herath.

Am Montag ging im Konrad-Max-Kunz-Saal in der Oberpfalzhalle erneut ein Planungsbegleitendes Forum über die Bühne. Rund vier Dutzend Teilnehmer kamen: Landrat, Bürgermeister, Vertreter der Bürgerinitiativen, des Bauernverbandes und weiterer Verbände. Nach zwei Vorträgen beantworteten Tennet-Mitarbeiter anhand von Landkarten, Plänen und Touchscreens Fragen. Dabei ging es sowohl ins Detail (die Bürgermeister waren logischerweise sehr an dem Verlauf der Erdverkabelung in ihren Kommunen interessiert), als auch um Grundsatzfragen, die schon länger im Raum stehen (etwa, ob es nicht möglich gewesen wäre, eine noch stärkere Bündelung mit dem Ostbayernring auf die Beine zu stellen).

Schwandorf21.03.2019

Am Freitag, 29. März, reicht der Netzbetreiber die Unterlagen (knapp 40 Aktenordner voll mit Studien und Untersuchungsergebnissen) für den Abschnitt D bei der Bundesnetzagentur ein. Sie prüft dann die Ergebnisse und ruft zur Öffentlichkeitsbeteiligung auf. Heißt: Jeder, auch Privatpersonen, kann eine Stellungnahme zum Trassenverlauf abgeben. Erst voraussichtlich Ende 2019, Anfang 2020 soll diese Hürde genommen sein. Der Süd-Ost-Link soll ab dem Jahr 2025 den Energiebedarf im Süden der Bundesrepublik decken. Laut Tennet-Mitarbeiter Torsten Grampp eine Region mit relativ vielen Industrieanlagen. "Der Süd-Ost-Link und der Ostbayernring sind von enormer Bedeutung, um die Energiewende zu schaffen", erklärte Grampp.

An acht Tischen stellten sich Tennet-Mitarbeiter den Fragen der Teilnehmer, wie etwa vom stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von rechts). Bild: Christopher Dotzler
An acht Tischen stellten sich Tennet-Mitarbeiter den Fragen der Teilnehmer, wie etwa vom stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von rechts).
Invoveranstaltungen:

Tennet plant in den nächsten Wochen einige öffentliche Infoveranstaltungen in der Region (immer von 15 bis 19 Uhr):

- 1. April: Nordgauhalle Nabburg

- 2. April: Konrad-Max-Kunz-Saal Schwandorf

- 3. April: Volksschule Nittenau

- 5. April: Stadthalle Burglengenfeld.

 
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