Polizeihubschrauber mit Laserpointer attackiert

Schwandorf
26.07.2022 - 16:39 Uhr

Im Zuge einer Vermisstensuche wurde die Besatzung eines Polizeihubschraubers mit einem Laserpointer geblendet und dadurch erheblich gefährdet.

Mit einem Laserpointer zielte ein 60-Jähriger auf einen Polizeihubschrauber.

Mit einem Laserpointer zielte ein 60-Jähriger im Raum Schwandorf auf einen Polizeihubschrauber. Die strafrechtlichen Folgen sind beträchtlich.

Am Montagnachmittag meldete das Bezirksklinikum Regensburg einen Patienten als abgängig. Gegen Abend wurde das Handy des Patienten direkt am Ufer der Naab aufgefunden, sodass angenommen werden musste, dass sich der Gesuchte im Raum Schwandorf aufhält oder sogar ein Unglück an der Naab geschehen ist. "Mit einem Großaufgebot der Feuerwehr, Wasserwacht und des Rettungsdienstes wurde bis spät in die Nacht nach dem Abgängigen gesucht. Es kam auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz", teilt die Polizei mit. Kurz nach Mitternacht habe die Hubschrauberbesatzung gemeldet, dass sie mehrfach mit einem Laserpointer geblendet werden würde. "Es bestand dadurch eine erhebliche Gefahr für die Besatzung und die Suche nach dem Vermissten musste in dieser Zeit unterbrochen werden", so die Polizei.

Die Hubschrauberpiloten konnten das Wohnanwesen des Täters lokalisieren und eine Streifenbesatzung heranführen. Wie sich herausstellte, hatte ein 60-jähriger Anwohner aus seiner Dachgeschosswohnung mit dem Laserpointer auf den Polizeihubschrauber gezielt. Auf Vorhalt händigte er freiwillig den Laserpointer aus, der sichergestellt wurde. Der 60-Jährige wurde wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr angezeigt.

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