Schwandorf
15.11.2020 - 16:49 Uhr

Pop-up-Store in Schwandorf bündelt Direktvermarkter

Einzelhändler haben es schwer, wenn Menschen aus Angst vor Corona ungern den Geldbeutel zücken. Ein innovatives Modell bündelt nun die Kräfte in der Region.

Die Pop-up-Store-Betreiber Josef Roßmann und Alexandra Burggraf (von links) hießen zur Eröffnung des Ladens auch Oberbürgermeister Andreas Feller willkommen. Bild: Hirsch
Die Pop-up-Store-Betreiber Josef Roßmann und Alexandra Burggraf (von links) hießen zur Eröffnung des Ladens auch Oberbürgermeister Andreas Feller willkommen.

„Der Einzelhandel braucht in diesen schwierigen Zeiten innovative Ideen, mit denen er die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zieht“, sagt Josef Roßmann. Der Vertreter der Internetplattform „Landkreis Schwandorf Regional“ hält Pop-up-Stores für „effiziente Verkaufsmodelle“ und hat deshalb in Schwandorf einen Laden eingerichtet. Mit hoher Anziehungskraft, wie sich bei der Eröffnung am Freitag zeigte.

Die Unipush Media GmbH mit Sitz in Wackersdorf ist ein inhabergeführtes „Start Up“, das sich auf die Entwicklung serviceorientierter digitaler Regional-Angebote konzentriert und die Internetplattform „Landkreis Schwandorf Regional“ pflegt. Geschäftsführer Josef Roßmann und der Schwandorfer Citymanager Roland Kittel wollen nun Händlern und Direktvermarktern aus dem Landkreis die Möglichkeit geben, zeitlich befristet ihre Produkte an einem zentralen Ort anzubieten. Unipush-Mitarbeiterin Alexandra Burggraf richtete den Pop-up-Store in einem Leerstand an der Schwandorfer Beer-Kreuzung ein und bietet dort auf 100 Quadratmetern 500 Produkte von 20 Herstellern aus der Region an. Vier Wochen lang, Mitte Dezember ist wieder Schluss.

Zu den ersten Besuchern gehörte am Freitag Oberbürgermeister Andreas Feller, der die Initiative begrüßte und von der „Vielfalt des Angebots“ überrascht war. Zum Sortiment gehören Feinkostartikel, Liköre, Marmeladen, Deko-Produkte, Wohnaccessoires, Textilien, Modeschmuck, Haushaltsgeräte, Taschen und Töpferwaren. „Alles hochwertige Artikel“, betont Alexandra Burggraf. Beim Verkauf erfasst sie die Artikelnummern digital, ordnet sie den Händlern zu und überweist ihnen das Geld nach Abzug einer Provision.

Die Betreiber nutzen weitere technische Möglichkeiten und richten eine „Insel mit täglich wechselnden Produktpräsentationen“ ein. Drohnen-Kameras halten die Aktionen in einem Video-Live-Streaming fest, stellen sie in die sozialen Netzwerke und versuchen damit, die Kunden in den Laden zu locken. Der stationäre Einzelhandel könne sich auf den digitalen Kanälen Facebook, Instagram und App präsentieren und für eine Belebung der Innenstadt sorgen, erklärt Josef Roßmann. Er nennt einen weiteren Vorteil: „Mit diesem Konzept können wir kurzzeitig einen Leerstand im Einzelhandel für ein urbanes Pop-up-Store reaktivieren“.

Service:

Schützenhilfe für den Einzelhandel

  • Anmeldung: Regionale Anbieter, die sich noch einklinken wollen, sollen sich mit Josef Roßmann (rossmann[at]unipushmedia[dot]de) in Verbindung setzen.
  • Öffnungszeiten: Der Laden in der Nürnberger Straße 1 hat von Montag bis Samstag von 10 bis 18 und am Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
  • Vermarktung: Direktverkauf, Video-Live-Stream, Facebook, Instagram und App
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Amberg06.11.2020
 
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