Schwandorf
04.01.2019 - 13:31 Uhr

Revolutionäre Schrift

Wo Wissenschaft und Menschenverstand an Grenzen stoßen, setzt bei Günter Jehl der Glaube ein. Der Oberstudiendirektor ist regelmäßiger Referent bei den monatlichen Vorträgen der Katholischen Erwachsenenbildung auf dem Kreuzberg.

In historischen Aufzeichnungen sieht Günter Jehl Indizien für den Wahrheitsgehalt der Heiligen Schrift. Bild: Hirsch
In historischen Aufzeichnungen sieht Günter Jehl Indizien für den Wahrheitsgehalt der Heiligen Schrift.

Jehl ist überzeugt, dass Jesus seinen Freund Lazarus von den Toten erweckt, den trauernden Eltern die Tochter und der Witwe den verstorbenen Sohn zurückgegeben hat. Und dass letztlich Jesus selbst von den Toten auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist.

In der Heiligen Schrift glaubt der überzeugte Christ, Indizien für den Wahrheitsgehalt der Wunderheilungen entdeckt zu haben. Der Schuldirektor nennt den Apostel Paulus als wichtigsten Zeugen und führt ihn, der sich vom Saulus zum Paulus und vom Christenverfolger und feurigen Bekenner gewandelt habe, als Beweis für die Wahrheit der Schrift an. Den Einwurf der Kritiker, die Evangelien seien erst Jahrzehnte nach dem Tod Jesu geschrieben worden, kehrt der Referent ins Gegenteil um. 60 Jahre nach der Kreuzigung hält Günter Jehl für "zeitnah" und zieht eine aktuelle Parallele. Die Auseinandersetzungen um die WAA seien noch allen Beteiligten im Gedächtnis, es würden Bücher geschrieben und sogar Filme gedreht. Die Wunder Jesu teilt Günter Jehl in drei Kategorien ein: Krankenheilungen, Naturerscheinungen und Totenerweckungen. Was die einen für Fantasiegeschichten halten, sei für den gläubigen Christen von fundamentaler Bedeutung. Denn ohne die Überzeugung von der Jungfrauengeburt und der Wiederauferstehung mache der Glaube keinen Sinn, wäre das Christentum hinfällig, so der Referent.

Die Nüchternheit und die Sachlichkeit der Darstellungen ist für Günter Jehl ein weiteres Indiz für die Glaubwürdigkeit der Bibeltexte. Die Evangelisten machten Jesus nicht zum Zauberkünstler oder Magier, sondern sahen in ihm einen von Gott Gesandten. Den nächsten Vortrag hält Günter Jehl am 17. Januar. Dann berichtet er über "Guadalupe", den größten Wallfahrtsort der Welt.

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