Dass der Landkreis Schwandorf 147 189 Einwohner zählt, ist auf der Übersicht des Robert-Koch-Instituts einigermaßen exakt wiedergegeben. Nicht aber die Zahl der vom Schwandorfer Gesundheitsamt erfassten Coronafälle. Offenbar weiß das Berliner Institut, das bundesweit den Überblick über das Gesehen zu haben scheint, nichts von den derzeit rund drei Dutzend Fällen im Landkreis. Liegt es an einer mangelhaften Datenweitergabe im Landratsamt?
Dem sei nicht so, versichert Hans Prechtl, der Pressesprecher des Landkreises, als er mit der falschen Null konfrontiert wurde. In der Katastrophenschutz-Gruppe im Landratsamt habe man sich darüber heute auch schon Gedanken gemacht. "Wir melden jeden unserer Fälle nach München weiter, wo die Zahlen vom zuständigen Ministerium in die Übersicht eingespeist werden müssen", erläutert Prechtl. Der Schwarze Peter scheint also bei der Regierung zu liegen.
Nachtrag:
Der Artikel in unserer Zeitung, dass das Robert-Koch-Institut RKI in Berlin in seiner Übersicht zu den aktuellen Coronazahlen für den Landkreis Schwandorf „O“ verzeichnet, sorgte durch die Verbreitung der Information auf Twitter bundesweit für Aufsehen. Dienstag war dann plötzlich von „38“ Fällen die Rede, was zwar immer noch etwas zu wenig war, aber der Realität sehr nahe kam. Die Daten werden gemäß Infektionsschutzgesetz spätestens am nächsten Arbeitstag vom Gesundheitsamt elektronisch an die zuständige Landesbehörde und von dort an das RKI übermittelt. In der aktuellen Lage übermitteln die meisten Ämter sogar täglich.













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