30.12.2020 - 14:53 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Rückgang der Coronazahlen im Landkreis Schwandorf vermittelt trügerisches Bild

Beim Landratsamt Schwandorf sind in den vergangenen sieben Tagen 228 neue Corona-Fälle gemeldet worden. In 25 der 33 Gemeinden sind Infektionen registriert. Die Aussagekraft der Zahlen sei jedoch eingeschränkt, heißt es von Behördenseite.

In einem Labor werden Coronaproben pipettiert.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Für den Zeitraum von 23. bis 29. Dezember hat das Schwandorfer Landratsamt 228 Corona-Infektionen verzeichnet. Die per Pressemitteilung am Mittwochnachmittag versandte Statistik weist acht Gemeinden ohne neue Fälle auf. In der Woche vorher lag die Fallzahl bei 252, eine weitere Woche zuvor bei 347.

Allerdings stellt Pressesprecher Hans Prechtl heraus, dass die Aussagekraft dieser Fallzahlen im Unterschied zu sonst jedoch eingeschränkt sei. "Feiertagsbedingt hatten in der letzten Woche unser Testzentrum und die meisten Labore ihren Betrieb reduziert", informierte er. Daher dürfte es etwa im Vergleich zur Vorwoche zu einer reduzierten Probennahme und zu einer etwas verzögerten labortechnischen Auswertung gekommen sein.

Information zur aktuellen Corona-Lage in der Oberpfalz

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Eine allzu positive Aussage zur Zahl der Neuinfektionen verbiete sich auch deshalb, "weil sich andere Parameter längst nicht so positiv darstellen". Dies gilt laut Prechtl zum einen für die sogenannte Positivrate. Sie setzt die Zahl der laborpositiven Tests ins Verhältnis zu deren Gesamtzahl. Die Positivrate lag in Bayern in den zurückliegenden Tagen bei Werten zwischen 7,4 und 12,1 Prozent (Vorwoche: 6,6 und 7,9 Prozent).

Zum anderen begründe sich eine Zurückhaltung mit den Kernkenngrößen „Sterbefallzahl“ und „Hospitalisierungssituation“. "Diese Zahlen sagen in ganz erheblichem Maße etwas über die Belastung des Gesundheitssystems und das persönliche Leid aus, das Corona tagesaktuell in die Gesellschaft trägt." Und diese Parameter seien auch an den Feiertagen belastbar geblieben. "Denn wer so schwer krank ist, dass er ,auf Intensiv‘ muss, kam auch an Weihnachten dorthin", so der Amtssprecher.

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