Schwandorf
29.06.2018 - 11:18 Uhr

Schlachtvieh: Stabile Preise

Die Zunahme der Fleischproduktion, der Brexit, drohende Schweinepest und die Tierwohl-Diskussion sind Probleme, auf die sich die „Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh Oberpfalz“ (ESO) einstellen muss.

Vorsitzender Alois Weig (rechts) und Geschäftsführer Heinrich Promberger (links) zogen für die ESO eine positive Bilanz. Hirsch
Vorsitzender Alois Weig (rechts) und Geschäftsführer Heinrich Promberger (links) zogen für die ESO eine positive Bilanz.

(rhi) Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag im Restaurant des Tierzuchtzentrums sprach der Verbandsvertreter aus Ottenrieth bei Waldthurn von "guten Vermarktungszahlen bei stabilen Preisen" und zeigte sich mit dem Umsatz von 44 Millionen Euro im vergangenen Jahr zufrieden. Der Erzeugergemeinschaft gehören 2000 Mitglieder an.

Neuer Geschäftsführer der vor 45 Jahren gegründeten ESO ist Heinrich Promberger. Er stellte konstante Vermarktungszahlen bei den Bullen (7457 Tiere im Jahre 2017), den Kühen (4892), den Färsen (Kühe, die noch nicht gekalbt haben, 2965) und Kälbern (8692) fest. Lediglich bei den Schweinen (98 799) gab es einen leichten Rückgang. "Die Tiere waren einfach nicht auf dem Markt", stellte der Geschäftsführer fest. Die Hochrechnungen für 2018 ließen bei den Schweinen aber wieder ein Rekordjahr erwarten, so Promberger.

Bei der Vermarktung der Rinder arbeitet die ESO ausschließlich mit der Firma "Unifleisch" in Erlangen zusammen. Die Schweine dagegen vermarktet "Contifleisch", eine Tochterfirma von "Unifleisch". "Bei den Schweinen konnten wir eine Preismaske zugunsten der Erzeuger aushandeln", stellte der Geschäftsführer zufrieden fest. Die ESO verfügt über einen eigenen Fuhrpark.

Die Fahrzeuge holen die Tiere bei den Mitgliedsbetrieben ab und bringen sie zum Schlachthof. "Wir verfügen über genügend Liquidität und garantieren eine pünktliche Auszahlung", stellte der Geschäftsführer fest. Die ESO habe die Aufgabe, die Vermarktung der Tiere sicherzustellen und die Preise mit den Abnehmern auszuhandeln. Ferner gehe es darum, die Fleischqualität ständig zu verbessern, die Fresser-Vermarktung auszubauen und die Serviceleistungen für die Mitglieder zu optimieren, so der Geschäftsführer.


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