18.06.2018 - 15:15 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schnelle Hilfe im Ernstfall

"Von einer Sekunde auf die andere kann der Mensch in die Situation kommen, Erste Hilfe leisten zu müssen oder auf sie angewiesen zu sein“, betont Thomas Ebeling. Bei einer Aktionswoche steht deshalb die schnelle Hilfe im Notfall im Fokus.

Die Ausbildungsleiterin der Johanniter-Unfallhilfe, Sonja Schäffer, demonstrierte bei der Eröffnung der Aktionswoche den Katalog der Ersten-Hilfe-Sofortmaßnahmen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Sonja Schäffer erklärt, was im Ernstfall zu tun ist: 112 wählen und den Rettungsdienst verständigen, das Unfallopfer ansprechen, die Atemwege freimachen, bei Atemstillstand reanimieren und bei Bewusstlosigkeit in stabile Seitenlage bringen. Die Ausbildungsleiterin der Johanniter-Unfallhilfe zeigt, wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Mund-zu-Mund-Beatmung ablaufen.

Anlass der Präsentation war die Eröffnung der Ersten-Hilfe-Woche am Montag vor dem Globus-Markt bei der Eröffnung. Der BRK-Kreisvorsitzende, Landrat Thomas Ebeling, betonte, dass der Landkreis mit der Aktion der Bevölkerung aufzeigen wolle, dass es gar nicht so sehr auf das „Wie“ des Helfens ankomme, sondern hauptsächlich darauf, „dass etwas passiert".

An der Ersten-Hilfe-Woche, die noch bis kommenden Samstag dauert, beteiligen sich das Bayerische Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Feuerwehren, die Abteilung Katastrophenschutz am Landratsamt und die „Integrierte Leitstelle in Amberg“. Mit Sponsorengeldern schaffte der Landkreis Rettungsrucksäcke, Einsatzrettungsschnallen und Wiederbelebungspuppen an, die der Landrat gestern an die Vertreter der Rettungsorganisationen verteilte.

„Erste Hilfe kann Leben retten und Leid mildern“, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Otto-Josef Langenhan. In einer Zeit, in der Hilfskräfte verbal attackiert und in ihrer Arbeit behindert würden, sei erforderlich, ein Zeichen zu setzen, so der BRK-Vertreter. Langenhan appellierte an die Bevölkerung, verletzten Menschen in schwierigen Situationen beizustehen und ihnen zu helfen. Der Kreisgeschäftsführer dankte seinen Mitarbeitern für die Teilnahme an der Aktionswoche, stellvertretend Wolfang Dantl von der Wasserwacht, Willi Klein von den Bereitschaften und Dieter Güll von der Bergwacht.

Johanniter-Regionalvorstand Martin Steinkirchner lobt das „hervorragende Rettungswesen in Deutschland, um das uns viele andere Länder beneiden“. Dennoch brauche es den Ersthelfer, der die ganze Maschinerie in Gang bringe. Und: „Das Rettungssystem braucht den ehrenamtlichen Helfer“. Vor allem große Schadensereignisse seien ohne ehrenamtliche Mitarbeiter nicht zu bewältigen.
Die Hilfsorganisationen präsentierten vor dem Globus-Markt ihre Fahrzeuge und informierten über ihre Einsatzmöglichkeiten. Die Integrierte Leitstelle Amberg war mit einem Infostand vertreten. Die Johanniter-Unfall-Hilfe bot im Bürgertreff Burglengenfeld „Erste Hilfe für Kinder“ an. Das Programm der Aktionswoche, an der sich neun Kommunen im Landkreis beteiligen, steht auf der Homepage des Landkreises www.landkreis-schwandorf.de

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